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Brandenburger Freiheitspreis 2020: Woidke würdigt Preisträgerin Beatrix Spreng als „tatkräftige Brückenbauerin“

veröffentlicht am 02.09.2021

Die ehemalige Pfarrerin Beatrix Spreng aus Joachimsthal ist Trägerin des Brandenburger Freiheitspreises 2020. Der Preis des evangelischen Domstifts Brandenburg ist heute bei einem Festakt im Dom zu Brandenburg an der Havel vergeben worden. In seiner Rede zur Preisverleihung, die pandemiebedingt um ein knappes Jahr verschoben werden musste, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Beatrix Spreng ist eine tatkräftige Brückenbauerin, die sich in der Nachwendezeit als Westdeutsche ganz bewusst für eine Pfarrstelle in Ostdeutschland entschieden hat. Sie wollte nach Jahren der Abschottung und Entfremdung mit den Menschen ins Gespräch kommen und den Prozess des Zusammenwachsens von Ost und West als Pfarrerin tatkräftig unterstützen. Das ist ihr wunderbar gelungen." Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert.


Woidke weiter: „Beatrix Spreng ist vorbildlich mit Zivilcourage und Kreativität für den Schutz unseres freiheitlichen und demokratischen Gemeinwesens eingetreten. Sie hat sich nicht abgewandt, sondern hingeschaut und erkannt: Nur Standhaftigkeit wird die Freiheitsverächter in die Knie zwingen. Klar war für sie auch, dass besonders die Jugend frühzeitig gegen die Parolen und Einschüchterungen der Demokratiefeinde immunisiert werden muss."


Die Ehrung von Beatrix Spreng stehe stellevertretend für die vielen Menschen aus Ost und West, die in der friedlichen Revolution und nach der Wiedervereinigung zur Stärkung von Demokratie und Freiheit beigetragen haben. Woidke: „Sie alle haben diese abstrakten Begriffe an unterschiedlichsten Orten mit Leben erfüllt und maßgeblich zur Heilung der tiefen, noch immer sichtbaren Narben des Einigungsprozesses beigetragen. Bitte bleiben Sie uns auch weiterhin mit Ihrem großartigen Einsatz erhalten! Die Verteidigung von Demokratie und Freiheit ist in unserer an schweren Krisen so reichen Gegenwart wichtiger denn je."


Die Auszeichnung stand unter dem Motto: „Demokratie leben - gegen den Populismus". Schirmherr des Preises ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Woidke: „Der Brandenburger Freiheitspreis hat sich seit seiner ersten Vergabe 2015 zu einer wichtigen Institution entwickelt. Die Idee des Domstifts, mit einem Preis dem Freiheitsgedanken zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit zu verhelfen, war weitsichtig und passt genau in unsere Zeit."


Alle Infos: Brandenburger Freiheitspreis (brandenburger-freiheitspreis.de)

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