Bundesverdienstorden für zwei Brandenburger - Woidke gratuliert Autorin Präkels und Jazzmusiker Brönner
veröffentlicht am 05.10.2026
Höchste staatliche Anerkennung für zwei Brandenburger Kunstschaffende: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute in Berlin verdiente Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland, den USA und der Schweiz anlässlich des Tags der Deutschen Einheit am 3. Oktober mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet. Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke zeigt sich erfreut, dass mit der Romanautorin und Songwriterin Manja Präkels aus Rheinsberg und dem Jazzmusiker Till Brönner aus Potsdam auch zwei Brandenburger mit dem Verdienstkreuz geehrt worden sind.
Als Schriftstellerin, Songwriterin, Romanautorin und Essayistin erreicht Manja Präkels Menschen weit über den Literaturbetrieb hinaus. Sie öffnet den Blick für gesellschaftliche Entwicklungen und ermutigt dazu, demokratische Haltung zu zeigen. Dafür erhielt sie heute den Bundesverdienstorden. Woidke erklärte: „Manja Präkels hat wesentlich dazu beigetragen, die letzten Jahre der DDR, die Zeit der Wiedervereinigung und die Herausforderungen der Nachwendezeit verständlich und vielschichtig zu vermitteln: mit wachem, konstruktiv-kritischem Blick und eindringlicher literarischer Sprache. Besonders wertvoll ist ihr gesellschaftspolitisches Engagement und ihr Einsatz für die Nachwuchsförderung in unserem Land. Für ihre engagierte Stimme gebührt Manja Präkels unser aufrichtiger Dank, unsere Anerkennung und unser großer Respekt.“
Der weltweit bekannte Jazztrompeter Till Brönner wurde für sein intensives Engagement zur Pflege und Bekanntheitssteigerung der deutschen Jazztradition mit dem Bundesverdienstorden geehrt. Woidke gratuliert dem Wahl-Potsdamer: „Till Brönner hat als Jazzbotschafter wie kaum ein anderer die deutsche Jazzkultur sichtbar gemacht, gefördert und international vertreten. Mit künstlerischer Vielseitigkeit, stilistischer Offenheit und großem persönlichem Engagement verbindet er Generationen, Genres und Kulturen. Besonders sein Einsatz für musikalische Bildung, Nachwuchsförderung und die öffentliche Wahrnehmung des Jazz macht ihn zu einer herausragenden Stimme deutscher Musikkultur.“
Hintergrund:
Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Schriftstellerin, Journalistin und Musikerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Rheinsberg. Für ihr umfangreiches Werk erhielt Präkels zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (2005) und das Aufenthaltsstipendium im Writers House Ventspils, Lettland (2012/13). Ihr autobiografisch geprägter Debütroman "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" wurde mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium, dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet.
Der Trompeter, Flügelhornist, Komponist und Produzent Till Brönner wurde 1971 in Viersen in Nordrhein-Westfalen geboren. Früh zeigte sich sein außergewöhnliches Talent: Mit 15 Jahren gewann er den Wettbewerb „Jugend jazzt“, mit 16 wurde er eines der jüngsten Mitglieder des Bundesjugendjazzorchesters. Heute gilt er als einer der bekanntesten und international erfolgreichsten Jazzmusiker Europas. 2006 wurde Till Brönner von der Deutschen Jazz Föderation e. V. für sein ehrenamtliches Engagement für die Erhaltung und Förderung der Jazzkultur mit dem Titel „Deutscher Jazzbotschafter“ ausgezeichnet. Brönner wurde mehrfach mit dem Echo ausgezeichnet und trat auf renommierten internationalen Bühnen auf. Als bislang einziger deutscher Jazzmusiker wurde er zu einem Auftritt im Weißen Haus eingeladen. Darüber hinaus engagiert er sich öffentlich für den Erhalt von Kultur- und Musikförderung.

