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Woidke unterstützt Vorschlag der Einheitskommission für Zukunftszentrum - „Vom Osten kann man viel lernen"

veröffentlicht am 07.12.2020

Ministerpräsident Dietmar Woidke unterstützt den Vorschlag der Einheitskommission, in Ostdeutschland ein wissenschaftliches und kulturelles „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation" zu errichten.  Dort sollen ostdeutsche Umbrucherfahrungen genutzt und Ideen für zukünftige Veränderungsprozesse entwickelt werden. „Genau das brauchen wir jetzt - für Brandenburg, für Ostdeutschland und für ganz Europa", betonte Woidke heute nach der Vorstellung des Abschlussberichts der Regierungskommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" in Berlin. Er dankte zugleich der Kommission unter Leitung von Matthias Platzeck für deren wertvolle Arbeit.


Woidke: „Es gilt, an die Erfahrungen der vergangenen drei Jahrzehnte anzuknüpfen und sie für die Zukunft nutzbar zu machen. Auch die Arbeit der Kommission hat gezeigt: vom Osten kann man viel lernen. Das hat sich eben erst bei den Feiern zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit und auf der EinheitsEXPO in Potsdam vielen Menschen aus ganz Deutschland auf vielfältige Art neu erschlossen."


Auf der anderen Seite sieht Woidke die Deutsche Einheit noch nicht vollendet. Woidke: „Vielen Menschen in Ostdeutschland fehlt bis heute die Anerkennung ihrer Lebensleistung in den drei schwierigen Jahrzehnten des Umbruchs nach 1990. Bis heute sind Ostdeutsche in Spitzenjobs in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft massiv unterrepräsentiert. Das muss sich ändern."


Woidke: „Wir arbeiten daran, dass wir im Einheitsprozess weiter vorankommen. Viel wurde bereits erreicht. Für das Zusammenwachsen braucht es weiter Kraft, Zeit und vor allem gemeinsame Anstrengungen von Ost und West. Der Vorschlag der Einheitskommission für ein Zukunftszentrum ist ein wichtiger Baustein auf diesem Weg."


Die Einheitskommission hatte heute in Berlin unter Leitung des ehemaligen Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck 50 Ideen und Handlungsempfehlungen vorgelegt, um Ostdeutschland nachhaltig zu stärken.

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