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Schicksalstag 9. November: Aufbruch in die Demokratie mit Novemberrevolution 1918 und Mauerfall vor 31 Jahren – Gedenken an Opfer der Pogromnacht 1938

veröffentlicht am 08.11.2020

Der 9. November ist für Ministerpräsident Dietmar Woidke „ein deutscher Schicksalstag". Den Mauerfall vor 31 Jahren bezeichnet er als „eine Sternstunde der deutschen Demokratiegeschichte".  Am 9. November 1918 wurde die Weimarer Republik ausgerufen. Mit der Gewaltorgie der Nationalsozialisten in der Pogromnacht am 9. November 1938 gegen die jüdische Bevölkerung „ist der Tag aber auch ein katastrophaler Schandfleck in der deutschen Geschichte". Woidke erklärt anlässlich des 9. November:


„Mut und der unbedingte Freiheitswille waren der Anstoß für die Friedliche Revolution vor 31 Jahren, die am 9. November 1989 zum Fall der Mauer führte. Beharrlich und gewaltfrei kämpften die Menschen Seite an Seite für ein offenes Land, für Pressefreiheit, Selbstbestimmung, offene Grenzen und Pluralität. Für viele Ostdeutsche markiert - genau einen Monat zuvor - der 9. Oktober 1989 den entscheidenden Tag der Friedlichen Revolution, an dem sich 70.000 Menschen in Leipzig versammelten, um für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren.


Der 9. November ist auch der Tag, an dem in Berlin die erste deutsche Demokratie ausgerufen wurde. Im Herbst 1918 hatten Mutige im Matrosenaufstand für Freiheit und gegen eine sinnlose Fortsetzung des Ersten Weltkriegs gekämpft.


Umso mehr ärgert es mich, wenn ich erlebe, wie Anti-Demokraten heute die Tatsachen verdrehen und Freiheitsrechte missbrauchen. Die größte Bedrohung der Demokratie geht aktuell vom Rechtsextremismus aus. Dem Gift von Gewalt, Hass und Hetze müssen wir uns alle entschlossen entgegenstellen und unsere Werte verteidigen.


Hass und Hetze waren auch auf der Straße in der nationalsozialistischen Pogromnacht am 9. November 1938 mit Gewalt, Mord und Zerstörung gegen die deutsche jüdische Bevölkerung. Der Opfer gedenken wir und sehen diese Katastrophe als ewige Mahnung. So ist der 9. November ein deutscher Schicksalstag."


Terminhinweise: 


Montag, 9. November, 12.30 Uhr - Potsdam, Platz der Einheit


Kulturministerin Manja Schüle nimmt auf Einladung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Potsdam und der jüdischen Gemeinden Potsdam an einer Kranzniederlegung anlässlich des Gedenkens an die Opfer der Reichspogromnacht an der ehemaligen Synagoge am Platz der Einheit teil.


Dienstag, 10. November, 15.00 Uhr, Potsdam, Nike an der Glienicker Brücke


Die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, nimmt an der gemeinsamen Gedenkveranstaltung der Landeshauptstadt Potsdam und der Fördergemeinschaft Lindenstraße 54 teil. An der Nike wird an den Fall der Berliner Mauer und die Öffnung der Glienicker Brücke erinnert.

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