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Bundesverdienstkreuz am Bande: Christoph Berendt für langjähriges Engagement in der deutsch-polnischen Begegnungsstätte Schloss Trebnitz ausgezeichnet

veröffentlicht am 17.08.2020


Ministerpräsident Dietmar Woidke zeichnete heute in Trebnitz Christoph Berendt mit dem vom Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehenen „Verdienstkreuz am Bande" des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Woidke: „Mehr als 27 Jahre lenkte er die Geschicke des Vereins Schloss Trebnitz. Seinem ehrenamtlichen Engagement als Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins ist es zu verdanken, dass aus dem einst sanierungsbedürftigen Herrenhaus ein architektonisches Kleinod, vor allem aber ein weit über die Region hinaus anerkanntes deutsch-polnisches Bildungs- und Begegnungszentrum wurde."


Der heute 67 Jahre alte studierte Maschinenbau-Ingenieur Christoph Berendt machte sich nicht nur für die deutsch-polnische Jugendbildung und -begegnung stark. Sein Engagement galt darüber hinaus der gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe in seiner Heimat. So war er Mitglied des ersten Kreistages nach der Wende in Märkisch-Oderland, wirkte im Gemeindekirchenrat mit und war Mitinitiator der Partnerschaft zwischen Märkisch-Oderland und der russischen Stadt Kamyschin. Auch in der Jagdgenossenschaft und im Angelverein ist er engagiert.


Woidke: „Der Verein Schloss Trebnitz hatte sich bei seiner Gründung im Jahr 1992 zur Aufgabe gemacht, Anknüpfungspunkte zwischen Jugendlichen dies- und jenseits der deutsch-polnischen Grenze zu finden und diese jungen Menschen zusammenzubringen. Unzählige junge Leute waren seitdem auf Schloss Trebnitz und haben vieles gelernt über politische Partizipation und bürgerschaftliches Engagement. Und mehr noch: Sie haben Freundschaften geschlossen, sind Freundinnen und Freunde geworden. Dadurch sind Deutschland und Polen näher zusammengerückt. Das haben wir Christoph Berendt zu verdanken.


Ohne ihn wäre diese Bildungsstätte nicht das, was sie heute ist. Dabei geht es auf Schloss Trebnitz nicht nur um unsere nachbarschaftlichen Beziehungen über die Oder hinweg. Der Verein leistet auch Jugendarbeit mit anderen Schwerpunkten - aber immer mit dem Blick auf internationale und interkulturelle Begegnungen. Für mich heißt das: In Brandenburg, Deutschland und Europa gibt es viele Kinder und Jugendliche, die mit Schloss Trebnitz großartige Projekte und Erlebnisse verbinden. Ein besseres Marketing gibt es nicht für einen Ort."


Woidke fügte hinzu: „Es sind Christoph Berendts Ausdauer und seine Zuversicht, die die Arbeit hier seit den ersten vorsichtigen Anfängen in den frühen Neunziger Jahren geprägt haben. Er kann im besten Sinne des Wortes für die Idee der deutsch-polnischen Zusammenarbeit begeistern. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir von dieser Begeisterung gar nicht genug haben können. Gerade, weil die deutsch-polnischen Beziehungen historisch von großem Leid geprägt sind, ist es umso wichtiger, heute zivilgesellschaftlich und bei jungen Menschen ein Fundament aufzubauen, auf dem eine nachhaltige Freundschaft wachsen kann. Dafür brauchen wir Menschen wie Christoph Berendt, die unermüdlich für diese Idee brennen und die andere - bis in die eigene Familie hinein - mitreißen."


Nach den Worten des Ministerpräsidenten ist Schloss Trebnitz aus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und der interkulturellen Jugendarbeit nicht mehr wegzudenken: „Und zwar nicht nur für Brandenburg, sondern auch von polnischer Seite aus. Der Verein leistet auch sehr viel für die Pflege der Beziehungen zwischen Brandenburg und der polnischen Region Wielkopolskie. Ob es um die Zivilgesellschaft geht, um kulturelle Vorhaben oder um Kontakte in die Verwaltung: Als Partnerschaftsbeauftragter ist der Verein Schloss Trebnitz kaum zu ersetzen. Christoph Berendt hat diese Zusammenarbeit über viele Jahre geprägt. Es bestand nie ein Zweifel, woran sein Herz hängt: Deutschland, speziell Brandenburg, und Polen näher zusammenzubringen."

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 204.2 KB)