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„Schnelles Internet muss künftig überall verfügbar sein“

Kralinski auf Konferenz zur Digitalisierung im ländlichen Raum

veröffentlicht am 05.12.2018

Brandenburgs Landesregierung macht sich für eine perspektivisch 100-prozentige Versorgung mit schnellem Internet - sowohl mobil als auch leitungsgebunden - überall in Deutschland stark. Digitalkoordinator Staatssekretär Thomas Kralinski sagte heute in Berlin auf der Jahresabschlusskonferenz von „Neuland21": „Wir brauchen 100 Prozent Netzabdeckung. Der schnelle Standard darf nicht nur in besonderen Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte, er muss  perspektivisch auch ´an jeder Milchkanne´ verfügbar sein." „Neuland 21" ist ein Netzwerk für moderne Lösungen im ländlichen Raum.

Kralinski: „Eine gute Netzanbindung ist heute Teil moderner Daseinsvorsorge. Sie ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, für wirtschaftlichen Erfolg und modernes Arbeiten. Dies gilt, ob in einem Co-Working Space in einer Kleinstadt hochauflösende Grafiken bearbeitet oder in der Land- und Forstwirtschaft wichtige Daten ausgewertet werden." Er äußerte sich überzeugt, dass in diesem Sinne die Digitalisierung der Wirtschafts- und Arbeitswelt, aber auch von Mobilität oder Gesundheitsversorgung für den ländlichen Raum neue Chancen bietet. Diese könnten dazu führen, dass wieder mehr Menschen in den ländlichen Räum ziehen. „Digitalisierung und ländlichen Raum zusammenzubringen, ist eine der zentralen Themen der Zukunft. Mit dem ´Laptop am See´ zu arbeiten, zu leben und zu lernen, ist deshalb eine der Zukunftsvisionen der Digitalisierungsstrategie."

Kralinski: „Deshalb werden in den kommenden Jahren auch eine halbe Milliarde Euro allein an Steuergeldern investiert, um schnelles Breitband-Internet in die Fläche zu bringen. Die Landesregierung weitet das Angebot im Schienenregionalverkehr in den kommenden Jahren um ein Drittel aus. Ferner steigt die Finanzkraft der Kommunen bis 2022 um rund 788 Millionen Euro durch erhöhte Zuweisungen im Finanzausgleich. Durch diese Maßnahmen tragen wir dazu bei, das Leben auf dem Land attraktiver zu machen."

Mit Blick auf die Digitalisierungsstrategie des Landes, die das Kabinett noch in diesem Monat verabschieden wird, verwies Kralinski auf die Gestaltungsaufgabe der Gesellschaft in diesem Prozess. Es gehe darum, positive Entwicklungen zu fördern und negative zu korrigieren. Mit Hilfe der Digitalisierung könnten räumliche und institutionelle Distanzen überwunden und Abläufe effizienter gestaltet werden.

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