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Woidke bei Bundeswehr-Gelöbnis in Storkow: „Gemeinsam für demokratische Werte einstehen"

veröffentlicht am 08.11.2018

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat heute zur entschiedenen Verteidigung der Werte der Demokratie aufgefordert. „Wir leben in weltpolitisch unruhigen Zeiten. Der demokratische Grundkonsens wird immer öfter in Frage gestellt. Eine alarmierende Entwicklung, die die Basis unserer europäischen Wertegemeinschaft gefährdet", mahnte Woidke beim feierlichen Gelöbnis von 141 Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr in Storkow. Mit Blick auf den bevorstehenden 80. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 forderte er: „Wir müssen gemeinsam für Freiheit, Menschenwürde und Rechtssicherheit einstehen, damit sich so etwas nicht wiederholt."


Das Gelöbnis bekräftigten neben Rekrutinnen und Rekruten des Informationstechnikbataillons 381 aus Storkow auch die der Logistikbataillone 171 und 172 aus Burg und Beelitz sowie des Wachbataillons beim Verteidigungsministerium. Es handelt sich vorerst um das letzte öffentliche Gelöbnis in Storkow. Aufgrund von Umstrukturierungen wird es hier künftig keine Grundausbildung mehr geben.


Woidke versicherte den Rekrutinnen und Rekruten: „Politik und Gesellschaft stehen fest hinter den Soldatinnen und Soldaten. Die oftmals heftig geführten Debatten über Bundeswehr-Einsätze und verteidigungspolitische Fragen sind gut und richtig. Sie sind Kennzeichen einer funktionierenden demokratischen Streitkultur. Sie ändern aber nichts an der hohen Achtung und der Anerkennung, die die übergroße Mehrheit unserer Gesellschaft unseren Soldatinnen und Soldaten entgegenbringt."


Derzeit bereiten sich das Informationstechnikbataillon und die Logistikbataillone auf ihre bevorstehenden Beteiligungen an den Auslandseinsätzen vor. Woidke: „Diesen Bataillonen und allen anderen Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz aufrichtigen Dank und großen Respekt für ihre verantwortungsvolle, fordernde Arbeit. Rund 3.500 Soldatinnen und Soldaten, auch aus Brandenburg, beteiligen sich derzeit im Rahmen deutscher Kontingente an Einsätzen sowohl in Afghanistan, als auch in Mali, im Kosovo und vor Somalia. Sie alle sind in der Heimat nicht vergessen! Wir wünschen ihnen viel Kraft und eine gesunde Rückkehr."


Die Bundeswehr sei aber auch für Brandenburg ein stets verlässlicher Partner in der Region, ein Helfer in großer Not. „Ohne den selbstlosen Einsatz der Soldatinnen und Soldaten wären Hochwasser-Katastrophen der vergangenen Jahre oder die Waldbrände dieses Sommers nicht zu bewältigen gewesen. Herzlichen Dank für die hervorragende Zusammenarbeit." Er fügte hinzu: „Das Verhältnis zwischen dem seit elf Jahren hier stationierten Führungsunterstützungsbataillon 381 und seiner Garnisonsstadt ist besonders fest und vertrauensvoll. Zahlreiche Veranstaltungen sind Ausdruck der gewachsenen Partnerschaft."

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