Hinweis: brandenburg.de hat seine Internet-Seiten auf barrierefreien Zugriff optimiert und verwendet deshalb standardisiertes CSS (Stylesheets). Sollte Ihr Browser dieses nicht korrekt anzeigen, unterstützt er nicht die üblichen Webstandards. Weitere Informationen finden Sie hier.

Pressedienst

Wechsel an der Spitze des Landeskriminalamtes

08.09.2004 Schönbohm führt Büddefeld als neuen LKA-Chef ein

Lüdders wechselt als Polizeiabteilungsleiter ins Kieler Innenministerium

 
Nr. 189/2004

Der neue Direktor des Landeskriminalamtes, Dieter Büddefeld, tritt heute seinen Dienst an. Innenminister Jörg Schönbohm führt den 44 Jahre alten Leitenden Kriminaldirektor aus dem Bundeskriminalamt am Nachmittag im Eberswalder LKA offiziell in sein Amt ein. „Mit Herrn Büddefeld konnte ein Mann mit umfassenden kriminalpolizeilichen Erfahrungen für die wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe an der Spitze unseres Landeskriminalamtes gewonnen werden. Er vereint hervorragende fachliche Qualifikationen mit langjähriger Berufspraxis in herausgehobenen Führungsfunktionen", betonte Schönbohm bei der Vorstellung des neuen LKA-Chef vor der Presse. „Ich bin überzeugt, dass wir mit ihm eine gute Wahl im Interesse der Sicherheit aller Brandenburger getroffen haben.“ Das Kabinett hatte der Berufung Büddefelds vor rund zwei Wochen zugestimmt. Der Entscheidung war ein umfassendes Auswahlverfahren vorausgegangen, in dem sich Büddefeld gegen mehrere Mitbewerber durchsetzte. Der in Wetzlar geborene Büddefeld ist Nachfolger von Axel Lüdders, der bereits am 25. August seine Arbeit als Leiter der Polizeiabteilung im schleswig-holsteinischen Innenministerium aufgenommen hat. Lüdders kam 1991 nach Brandenburg und leitete zunächst den Aufbaustab für die Errichtung eines Landeskriminalamtes, dessen erster Direktor er 1992 wurde. Schönbohm dankte Lüdders zugleich für die bedeutenden Leistungen beim Aufbau der neuen Polizei in Brandenburg und seine Verdienste im Kampf gegen die Kriminalität. „Wenn wir in Brandenburg seit mehreren Jahren eine steigende Tendenz bei der Aufklärung von Straftaten vermelden können und bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen für dieses Jahr mit der Aufklärungsquote von 59,9 Prozent den erreichten Spitzengruppenplatz im Ländervergleich behaupten konnten, ist das nicht zuletzt auch das Verdienst des bisherigen LKA-Direktors. Auch die Berufung an die Spitze der Polizeiabteilung im Kieler Innenministerium bestätigt die große Kompetenz von Herrn Lüdders,“ sagte Schönbohm. „Ich bin sicher, dass der neue LKA-Direktor seine Erfolge fortsetzen wird.“ Büddefeld absolvierte neben seinem Studium an der Polizeiführungsakademie in Münster auch ein berufsbegleitendes Jurastudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Nach Abschluss der Ausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst im Jahr 1992 war er zunächst als Referent in der Staatsschutzabteilung des BKA tätig. Nach verschiedenen Verwendungen im Bundeskriminalamt und im Bundesinnenministerium leitete er zuletzt den Fachbereich ‚Polizeiliches Management’ an der Polizei-Führungsakademie in Hiltrup. Büddefeld leitete unter anderem den BKA-Einsatz im Zusammenhang mit der Entführung von Deutschen in der algerischen Wüste im Frühjahr 2003. Beruflicher Werdegang des neuen LKA-Direktors, Dieter Büddefeld
  • 1978 Abitur und Eintritt in die Polizei des Landes Hessen
  • 1979 Wechsel zum Bundeskriminalamt
  • 1979 - 1983 Studium an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Studiengang: Kriminaldienst des Bundes, Abschluss: Diplom-Verwaltungswirt
  • 1982 - 1990 kriminalpolizeilicher Sachbearbeiter gehobener Dienst in unterschiedlichen Funktionen des polizeilichen Staatsschutzes (Spionage, internationaler Terrorismus, Links- und Rechtsextremismus) und des Personenschutzes
  • 1986 - 1990 Berufsbegleitendes rechtswissenschaftliches Studium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn
  • 1990 - 1992 Ausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst
  • 1992 - 1993 Referent im BKA, Abteilung Staatsschutz (ST), Ermittlungen, Auswertung und Zentralstellenfunktion Internationaler Terrorismus (Asien, Schwerpunkt Türkei)
  • 1993 - 1994 Referent in der Abteilung Polizei im Bundesministerium des Innern
  • 1994 - 1997 Referent und kommissarischer Referatsleiter im BKA, Abteilungen Staatsschutz (ST) und Sicherungsgruppe (SG) (Ermittlungen, Auswertung und Zentralstellenfunktion Internationaler Terrorismus (Asien), Grundsatz- und Stabstätigkeit, Polizeiführer aus Anlass von Schutzmaßnahmen für Staatsgäste der Bundesregierung; zeitweise UN-Berater für Fragen der Terrorismusabwehr und des Personenschutzes in Bosnien-Herzegowina)
  • 1997 - 1999 Referatsleiter im BKA, Abteilung Staatsschutz (Auswertung und Zentralstellenfunktion Spionagekämpfung und Internationaler Terrorismus, Ermittlungen im Bereich des internationalen Terrorismus (Europa und Amerika) Aufgabenschwerpunkt: Polizeiführer in internationalen Entführungslagen zum Nachteil deutscher Staatsangehöriger in Kolumbien)
  • 1999 - 2002 Dozent an der Polizei-Führungsakademie in Hiltrup, Fachbereich Polizeiliches Management, Fachgebiet Kriminalwissenschaften
  • 2002 - 2003 Referatsleiter und Vertreter des Gruppenleiters im BKA, Abteilung Staatsschutz (Stabs- und Querschnittsaufgaben: Einsatz, Lage, Gefährdung)
  • seit 01.11. 2004 Fachbereichsleiter Polizeiliches Management an der Polizei-Führungsakademie

Verantwortlich:
Heiko Homburg, Pressesprecher
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666