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Den Opfern rassistischer Gewalt ehrendes Andenken bewahren

Ministerpräsident Woidke zum 30. Todestag von Amadeu Antonio Kiowa

veröffentlicht am 04.12.2020

Ministerpräsident Dietmar Woidke erinnert an den rassistischen Überfall von Neonazis auf Amadeu Antonio Kiowa in Eberswalde, an dessen Folgen der Angolaner am 6. Dezember vor 30 Jahren verstarb. Woidke erklärte heute in Potsdam:


„Diese Schandtat enthemmter Skinheads erfüllt noch heute unzählige Menschen nicht nur in Eberswalde und ganz Brandenburg mit Scham und Entsetzen. Der Angolaner Amadeu Antonio Kiowa, der als Vertragsarbeiter in die DDR kam, wollte sich hier im vereinten Deutschland mit seiner Familie ein neues Leben aufbauen. Die Täter schlugen mit unvorstellbarer Brutalität auf ihn ein, weil er dunkler Hautfarbe war. Amadeu Antonio Kiowa war eines der ersten Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt nach der Wiedervereinigung. Sein wenige Tage später geborener Sohn konnte seinen Vater nie kennenlernen.


Diesem feigen Anschlag folgten bis in die heutige Zeit hinein weitere abscheuliche Überfälle und Morde. Wir dürfen diese Taten nie vergessen. Das sind wir den Opfern und uns selbst schuldig.


Es darf keine Toleranz geben bei rassistischen Sprüchen, bei Stigmatisierung oder Herabsetzung anders Aussehender, beim Schüren von Menschenfeindlichkeit und Säen von Gewalt. Denn oftmals folgen Worten brutale Taten.  Ich danke allen, die sich in Brandenburg dem Kampf gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus verschrieben haben. Ich danke allen, die Antonio Amadeu Kiowa und allen anderen Opfern rassistischer Gewalt ein ehrendes Andenken bewahren."

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 191.4 KB)