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BERLIN BRANDENBURG Preis geht an „Hof Basta" und „Endmoräne Künstlerinnen aus Berlin und Brandenburg"

veröffentlicht am 20.10.2020

Die Stiftung Zukunft Berlin und die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte haben heute den Berlin Brandenburg Preis an den Biohof „Hof Basta" im Landkreis Märkisch-Oderland und den Verein „Endmoräne Künstlerinnen aus Berlin und Brandenburg" verliehen. Die Ehrung wurde in diesem Jahr zum dritten Mal vorgenommen. Überreicht wurde der Preis in Berlin von der Chefin der Staatskanzlei Brandenburg, Ministerin Kathrin Schneider.


Ministerin Schneider: „Herzlichen Glückwunsch den Preisträgern! Beide machen mit ihrem Engagement deutlich, dass unsere beiden Länder nur gemeinsam stark sind und sich gut entwickeln können. Das ist im Kleinen wie im Großen so. Auch in der Politik können Brandenburg und Berlin die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam meistern. Mit dem künftigen ‚Strategischen Gesamtrahmen Hauptstadtregion‘ schaffen die beiden Landesregierungen dafür beste Voraussetzungen. Wir wollen unsere Kräfte bündeln. Nur so kann die Hauptstadtregion an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit gewinnen. Ganz wichtig ist aber auch: Die Zusammenarbeit muss von den Menschen getragen werden. Deshalb ist der Preis auch so wichtig."  


Der Hof Basta ist eine modellhafte landwirtschaftliche Kooperative. Auf dem Gelände der preußischen Dömäne Wollup begannen ein Landwirt und mehrere Nebenerwerbsproduzenten ein erstes Netzwerk im Wolluper Vorwerk Basta aufzubauen, in dem wieder Nahrungsmittel direkt aus dem Oderbruch nach Berlin gelangen konnten. 2013 kamen neue Akteure, die auf dem Grund und auf den gesicherten Flächen einen CSA-Hof (Solidarische Landwirtschaft - Community Supported Agriculture) gründeten. Die landwirtschaftliche Arbeit wird durch eine Versorgungsgemeinschaft in Ernteanteilen (vor-)finanziert und ernährt ca. 400 Menschen. Über 50 Gemüsesorten sowie zahlreiche Kräuter werden in Basta angebaut. Ausgezeichnet wird das über 30 Jahre andauernde mutige Engagement für regional getragene Ernährungswirtschaft.


Endmoräne Künstlerinnen aus Berlin und Brandenburg e.V. ist ein Zusammenschluss von Künstlerinnen aus beiden Bundesländern. Im kommenden Jahr begeht der Verein sein 30. Gründungsjubiläum. Künstlerinnen haben über Jahre mit den unterschiedlichen Mitteln vergessenen Orten, verfallenen Fabriken oder Ställen, Gutshäusern oder Katen für einen Sommer wieder Leben eingehaucht. Sie haben den Menschen in den Siedlungen zugehört und ihre Lebensleistung gewürdigt. In diesem Projekt arbeiten Frauen aus Berlin und Brandenburg gemeinsam daran, Facetten der gemeinsamen Region zum Glänzen zu bringen.


Mit dem BERLIN BRANDENBURG Preis werden herausragende Leistungen für die aktuelle Entwicklung der Region gewürdigt. Der Preis wird an Persönlichkeiten, Organisationen oder Institutionen verliehen, die das kulturhistorische Erbe in besonderer Weise erhalten und mit ihrem Einsatz dazu beitragen, Werke der Bau- und Gartenkunst erkennbar und nachhaltig zu fördern.


Die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte ist eine Kultur- und Bildungseinrichtung des Landes Brandenburg und der Stadt Potsdam, die das kulturelle Erbe sowie die kulturelle und regionale Vielfalt abbildet und vermittelt. Sie verbindet museale Aufgaben mit Aufgaben der kulturellen Bildung und der Vernetzung kultureller Akteure.


In der Stiftung Zukunft Berlin arbeiten mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger in Initiativen mit jeweils fünf bis 40 ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie bringt die Bürger/innen mit Politik und Entscheidern zusammen, bietet Veranstaltungen und Plattformen zum Meinungsaustausch.


Die Preise sind nicht mit einer finanziellen Dotierung verbunden, übergeben werden KPM-Vasen.

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 233.4 KB)