Staatskanzlei

Woidke: „Geschichtsbewusstsein lebendig halten“ – Landesregierung fördert Relief zur Bücherverbrennung in Luckenwalde

veröffentlicht am 07.04.2026

In Luckenwalde engagieren sich Bürgerinnen und Bürger für das Erinnern an die Bücherverbrennung in ihrer Stadt. Dafür wurde heute im Beisein von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke ein Relief in Form eines Buches auf dem Marktplatz enthüllt. Gefördert wurde die 1,5 Meter große Bodenplatte mit 15.000 Euro aus Lottomitteln des Kulturministeriums, des Bildungsministeriums und des Ministerpräsidenten. Woidke betonte in Luckenwalde: „Hier wurde ein Ort geschaffen, an dem Zeitgeschichte sichtbar wird – und Geschichtsbewusstsein lebendig. Das Land Brandenburg hat dazu gerne seinen Beitrag geleistet und den Aufbau dieses Gedenkortes unterstützt.“ 

Woidke weiter: „Mein Dank gilt allen, die sich dafür eingesetzt haben, dass die Bücherverbrennung in Luckenwalde nicht in Vergessenheit gerät. Auch, wenn der historische Anlass ein finsterer ist. Das Engagement in der Gegenwart gibt Hoffnung. Und die brauchen wir. Denn Antisemitismus, Rassismus und Hassverbrechen haben zugenommen. Dieser Hass lässt Menschen verstummen. Er verändert unsere Debatten. Er bedroht Meinungsfreiheit und Mitmenschlichkeit. Er verdeutlicht, dass Feindseligkeit und Vorurteile leider nicht nur Teil der Vergangenheit sind.“

In der Stadt Luckenwalde kam es am 7. April 1933 zu einer Bücherverbrennung auf dem Marktplatz, bei der vor allem Literatur von jüdischen und sozialistischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern verbrannt wurde. Sie gilt als eine der ersten Bücherverbrennungen im Deutschen Reich und steht symbolisch für die Machtetablierung der Nationalsozialisten. Ihren Höhepunkt erreichten die Verbrennungen am 10.  Mai 1933.

Pressemitteilung als PDF (application/pdf 88.5 KB)