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70 Jahre Volkssolidarität Brandenburg –
Woidke: „Wichtiges Sprachrohr für die Schwächsten“

veröffentlicht am 28.10.2015

Die Volkssolidarität ist nach den Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke auch 70 Jahre nach ihrer Gründung „wichtiges Sprachrohr für die Schwächsten der Gesellschaft“. Auf der Festveranstaltung zum Jubiläum des Landesverbandes in Potsdam, an der auch Sozialministerin Diana Golze teilnahm, sagte Woidke heute: „Solidarität miteinander und füreinander leben ist seit sieben Jahrzehnten das Leitmotiv des Sozialverbandes. Für viele Ostdeutsche ist dies immer noch untrennbar mit dem sozialen Engagement für Seniorinnen und Senioren verbunden. Aber die Aufgaben waren zu Gründungszeiten und sind auch heute noch wesentlich vielfältiger.“

Woidke erinnerte daran, dass das Engagement der Volkssolidarität auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgeht, als Vertriebene in großer Zahl aufgenommen und integriert werden mussten. „Die Verbindung zu den Menschen, die heute als Flüchtlinge zu uns kommen, ist also aktueller denn je. Viele von ihnen haben alles verloren und sind auf der Suche nach Hilfe zu uns gekommen. Hier leistet die Volkssolidarität Großes“, so der Ministerpräsident.

Sozialministerin Diana Golze hob bei der Festveranstaltung hervor: „Die Volkssolidarität ist sowohl professioneller Pflegeanbieter, als auch in den Strukturen vor Ort in Begegnungsstätten, Beratungs- und Begleitdiensten aktiv. Ein solches Miteinander professioneller Dienstleistung und ehrenamtlichen Engagements ist auch für die Zukunft notwendig, es ist das ´Alleinstellungsmerkmal´ der Freien Wohlfahrtspflege. Der Bedarf von Dienstleistungen rund um die Pflege nimmt weiter zu. Ebenso wichtig ist es jedoch auch, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder hinauszuschieben. Hier leisten die Begegnungsstätten der Volkssolidarität bereits jetzt einen wichtigen Beitrag. Sie sind Zentren der Kommunikation, der kulturellen, künstlerischen, geistigen und sportlichen Betätigung, aber auch der sozialen Beratung und Betreuung. Ich wünsche Ihnen zum Jubiläum, dass es Ihnen gelingt, Erfolgreiches zu bewahren aber ebenso auch neue Ideen zu entwickeln.“


Ministerpräsident Woidke verwies auch auf das Engagement des Sozialverbandes bei der Angleichung der Renten in Ost und West. Woidke wörtlich: „Hier ziehen Volkssolidarität und Landesregierung gemeinsam an einem Strang. Es darf in Deutschland nicht länger ein Gefälle zwischen den neuen und den alten Bundesländern geben.“ Woidke resümierte: „Die Volkssolidarität wird auch in Zukunft gebraucht: Als kritischer und konstruktiver Begleiter der Politik, als professioneller Dienstleister und als aktiver Mitgliederverband.“

Mit 39.000 Mitgliedern ist die Volkssolidarität der stärkste Sozialverband in Brandenburg. Für den Landesverband arbeiten insgesamt 2.258 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hauptamtlich in fast 200 Einrichtungen der Pflege, Sozialstationen, Kitas, Kinder- und Jugendfreizeitheimen, ambulanten Diensten, Beratungsstellen, Begegnungsstätten, in Mehrgenerationenhäusern und in der Behindertenhilfe. Ehrenamtlich sind 5.200 Menschen in der Volkssolidarität tätig.