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Entspannungs- und Friedenspolitiker von Weltruf – Woidke trauert um Egon Bahr

veröffentlicht am 20.08.2015

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke trauert um Egon Bahr. Woidke nannte Bahr einen „Entspannungs- und Friedenspolitiker von Weltruf“.

Der Ministerpräsident erklärte in Potsdam:

„Bahr hat als enger Berater des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt entscheidend die Weichen für die neue Ostpolitik der Bundesregierung gestellt, die schließlich aus der Sackgasse des Kalten Krieges führte. Mit dem Credo ´Wandel durch Annäherung´ galt er als Wegbereiter einer Entspannungs- und Friedenspolitik, die den Interessenausgleich mit den Staaten in Osteuropa und vor allem der damaligen Sowjetunion suchte. Er warb darum, das Gleichgewicht des Schreckens durch Vertrauen und Abrüstung zu ersetzen. Nutznießer waren auch die Menschen in der DDR, denen die Politik unter anderem Reiseerleichterungen verschaffte. Vor allem führte diese Ostpolitik aber zu einer Erosion des Systems in den Staaten des Warschauer Pakts, weil sich die Menschen auf dessen Zugeständnisse etwa in der Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa berufen konnten. Egon Bahn ist bis ins hohe Alter in der Friedensforschung und –politik aktiv geblieben. Mit ihm ist einer ganz Großer der deutschen Politik von uns gegangen. Wir in Brandenburg werden ihm ein ehrendes Angedenken bewahren.“