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Woidke empfängt erstmals ehemalige Insassen sowjetischer Speziallager

veröffentlicht am 10.07.2015

Im 25. Jahr des Landes Brandenburg und 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges empfängt Ministerpräsident Dietmar Woidke am Montag (13.07.2015) erstmals ehemalige Häftlinge der sowjetischen Speziallager, die nach 1945 in der sowjetisch besetzten Zone eingerichtet worden waren.

Woidke: „Gerade in diesem geschichtsträchtigen Jahr möchte ich mit dieser Geste all Jenen öffentliche Wertschätzung zu Teil werden lassen, die ohne rechtstaatlichen Prozess und Urteil zu Insassen dieser sowjetischen Lager wurden und die in der DDR über dieses düstere Kapitel zum Schweigen verdammt waren. Ich weiß, dass einige von ihnen trotz ihres hohen Alters heute als Zeitzeugen tätig sind und Erinnerungen und Eindrücke an die Nachgeborenen weiter geben. Sie befördern damit den Dialog zwischen den Generationen, der für das weitere Gedeihen unseres Landes so wichtig ist. Ich weiß aber auch, dass viele an ihrem Trauma bis in die Gegenwart tragen.“

Der Einladung des Ministerpräsidenten ins Potsdamer Kongresshotel am Templiner See werden mehrere hundert Menschen Folge leisten. Während eines Essens werden sie untereinander und mit dem Ministerpräsidenten ins Gespräch kommen, um über ihre Schicksale zu berichten. Medienvertreter haben trotz des sehr vertraulichen Charakters dieser Begegnung die Möglichkeit, während der Begrüßung und der Ansprache des Ministerpräsidenten ab 13.00 Uhr bis gegen 13.30 Uhr dabei zu sein.

Hinweis:
Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe, die neben der Brandenburgischen Gedenkstättenstiftung mit ihren Kontaktdaten ein solches Treffen ermöglichte, hat sich bereit erklärt, auf Anfrage von Medien Kontakte zu einigen Gästen der Veranstaltung für persönliche Gespräche herzustellen. Ab 11.30 Uhr besteht darüber hinaus die Möglichkeit zu persönlichen Kontakten mit Gästen im Hotel.

Wegen des besonderen Charakters der Veranstaltung bitten wir interessierte Medienvertreter um formlose Ankündigung im Presseamt der Staatskanzlei bis Montag, 09.00 Uhr.