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Woidke dankt Kirche für Versöhnungsarbeit mit Polen

veröffentlicht am 04.07.2015

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die kirchliche Versöh-nungsarbeit zwischen Polen und Deutschen gewürdigt. Auf einer Veranstaltung im Rahmen des Lausitz-Kirchentags in Cottbus sagte der Ministerpräsident, die evangelische Kirche in Deutschland habe vor allem mit ihrer ´Ostdenkschrift´ von 1965 mutig und verantwortungsbewusst gehandelt und so eine Grundlage für die spätere Entspannungspolitik gelegt. Auf der anderen Seite hätten im selben Jahr die polnischen katholischen Bischöfe in ihrem berühmten Hirtenbrief an die deutschen Amtsbrüder „höchst beachtliche Signale“ ausgesandt. Woidke: „Zwei bedeutende Wegmarken auf dem Weg zu einer Nachbarschaft, die wir heute beinahe als selbstverständlich ansehen.“

In seinem Grußwort ging der Ministerpräsident auf die aktuellen Herausforde-rungen in der Zusammenarbeit ein: „Wir wissen, dass jeder Fortschritt im Zusam-menwachsen dies- und jenseits von Oder und Neiße nicht selbstverständlich ist, sondern nur als Ergebnis kontinuierlicher und partnerschaftlicher Arbeit entstehen kann. Als Beispiele nannte er den Kampf gegen die Grenzkriminalität und den Ausbau der Schienenverbindungen zwischen beiden Ländern. „Während mit dem neuen Polizeiabkommen die Zusammenarbeit auf eine neue Stufe gehoben wird, gibt es bei den Schienenverbindungen noch nichts Unterschriftsreifes. Das wird ein Thema beim deutsch-polnischen Bahngipfel sein, den ich für den 11. September nach Potsdam einberufen habe“, kündigte Woidke an.

Der für Kirchenfragen zuständige Kulturstaatssekretär Martin Gorholt, der am selben Tag ebenfalls an einer Veranstaltung im Rahmen des Kirchentags teil-nahm, betonte: „Die Kirchen sind nicht nur ein wichtiger Teil der kulturellen Geschichte, sondern ihre Stimme findet auch Beachtung in vielen ethischen wie gesellschaftlichen Diskussionen. Ich begrüße es deshalb sehr, dass die Kirchenkreise der Niederlausitz und der schlesischen Oberlausitz zum ersten Mal einen regionalen Kirchentag in der Lausitz ausrichten und damit einen Raum für einen breiten Austausch und lebhafte Diskussionen über die Belange und Probleme dieser Region schaffen.“