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Woidke gegen Pauschalkritik an Landwirten – Rede auf Landesbauernversammlung

veröffentlicht am 15.05.2015

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat die Tierhaltung in Brandenburg gegen unsachgemäße Kritik verteidigt. „Tierhaltung interessiert die Menschen zu Recht. Doch mischen sich hier Ideologien und Legenden unter die Fakten“, sagte Woidke bei der Landesbauernversammlung am Freitag in Paaren/Glien. Die Veranstaltung findet traditionell auf der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) statt. Die Leistungsschau der Landwirtschaft läuft in diesem Jahr zum 25. Mal.

Der Ministerpräsident hob hervor, dass Agrarpolitik und Landwirtschaft in Brandenburg das Tierwohl sehr ernst nähmen. Gleichzeitig müsse die Landwirtschaft leistungsstark und wettbewerbsfähig bleiben. Woidke weiter: „Die Pauschalkritik gegen Großbetriebe geht bezogen auf die Tierhaltung ins Leere. Denn die Betriebsgröße ist kein Maßstab für die Bedingungen der Tierhaltung. Es ist ein Irrglaube, dass konventionelle Landwirtschaft per se schlecht ist. Der Maßstab ist vielmehr allein das Tierwohl.“
Woidke verwies auf eindeutige Gesetze und Mindeststandards, ohne die ein Betrieb nicht produzieren dürfe. In Brandenburg würden sowohl in der investiven Basisförderung als auch in der Premiumförderung höhere Kriterien für artgerechte Tierhaltung gelten als gesetzlich vorgeschrieben.
Insgesamt sind knapp 300 Aussteller und 500 Tierzüchter in Paaren-Glien dabei. Noch bis zum 17. Mai bietet die BraLa „Landwirtschaft zum Anfassen“.