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Woidke beim Bauernbund: Sicherung des Bodens für ortsansässige Landwirte wird Herausforderung der kommenden Jahre

veröffentlicht am 13.02.2015

Die Landesregierung unterstützt nach den Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke ausdrücklich eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft, die von ortsansässigen Landwirten getragen wird.  Bei der Mitgliederversammlung des Bauernbunds Brandenburg sagte Woidke heute in Mühlenbeck-Summt: „Wir können seit 25 Jahren zu Recht stolz auf die erfolgreiche Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern sein. Unsere Strategie, allen Rechts- und Bewirtschaftungsformen gleichrangig Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, hat flächendeckend zu einer vielfältigen, im Kern stabilen Agrarstruktur geführt. Mit Sorge sehe ich aber, dass Agrarflächen inzwischen auch bei uns zu Preisen veräußert werden, die ein Landwirt hier kaum erwirtschaften kann.“


Vor dem Hintergrund, dass Brandenburgs Landwirte immer noch mehrheitlich auf Pachtland wirtschaften und der Pachtanteil nur langsam zurückgeht, gehöre die Sicherung des Bodens für die ortsansässigen Agrarbetriebe zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahre, „der wir uns stellen müssen. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode sind unter der Federführung der Landesregierung Empfehlungen erarbeitet worden, die nunmehr Grundlage für die weiteren Diskussionen im Landtag zum Thema Bodenmarkt sind“, so der Ministerpräsident.


Erfahrungen – insbesondere auch in anderen Bundesländern – haben gezeigt, wie schwierig es ist, Lösungen zu entwickeln, die wettbewerbskonform und diskriminierungsfrei unter den Bedingungen des europäischen Binnenmarkts umzusetzen sind.


„Wir sind aber ganz klar auf dem Weg, in dieser Legislaturperiode Verbesserungen beim Landerwerb durch ortsansässige Bauern zu erreichen.“ Darauf haben sich im Januar auch alle Parteien im Landtag in einer Aktuellen Stunde zum Thema Bodenmarkt in seltener Einmütigkeit verständigt.


Woidke sieht im Trend zu mehr Regionalität „eine riesige Chance für Brandenburg.  Aber wir müssen im Bündnis mit den rund sechs Millionen Verbrauchern der Hauptstadtregion noch viel besser werden, damit aus der steigenden Nachfrage auch Lieferverträge mit dem Handel werden.“


Gute Möglichkeiten für Landwirte selbst bestehen gerade in der Ausweitung der Direktvermarktung: „Wir brauchen Sie als Unternehmer, die in die weitere Verarbeitung und Vermarktung ihrer Produkte investieren. Gerade von diesen Angeboten profitieren ja nicht nur die Besucher aus der Stadt. Ein Hofladen oder auch ein kleines Landcafé bedeutet immer auch ein Plus für die Lebensqualität im Dorf.“