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Woidke: Robuste Verfassung der Wirtschaft – Programm für Langzeitarbeitslose – Treffen mit Brandenburger BA-Chefin

veröffentlicht am 29.01.2015

Der Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt im Fokus von Landesregierung und Bundesagentur für Arbeit. Ministerpräsident Dietmar Woidke teilte heute bei einem Treffen mit der Vorsitzenden der Berlin-Brandenburger Regionaldirektion der Agentur für Arbeit, Jutta Cordt, in Potsdam mit, dass das Land ab Juni dieses Jahres ein Programm zur gezielten Förderung Langzeitarbeitsloser plant. Besonders Haushalte mit minderjährigen Kindern sollen in den Genuss der Förderung kommen.

Die anhaltend erfreuliche Entwicklung auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt ist für Woidke zugleich Ansporn, die Anstrengungen der Landesregierung für die weitere Reduzierung der Arbeitslosigkeit vor allem unter Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen zu forcieren. Woidke: „Die Arbeitslosenquote von 9,9 % ist der niedrigste Januarwert seit Anfang der 1990er Jahre. Zugleich erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in Brandenburg im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit 2001. Mehr noch: Bei der mir besonders wichtigen Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat Brandenburg binnen Jahresfrist ein Plus von 9.200 zu verzeichnen. Das alles zeigt die robuste Verfassung unserer Wirtschaft zu Beginn des Jubiläumsjahres des Landes Brandenburg. Dennoch geben wir uns mit dem Erreichten nicht zufrieden.“

Der Ministerpräsident betonte auch, dass sich die Ausbildungssituation in Brandenburg in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. „Kamen Ende der 1990er Jahre noch teilweise bis zu 30 Bewerber auf einen Ausbildungsplatz, sehen wir heute Angebot und Nachfrage zumindest auf Augenhöhe.“ Besonders in Gesundheits- und Pflegeberufen seien die Beschäftigungsperspektiven nicht zuletzt aufgrund der demographischen Entwicklung ausgesprochen gut. Woidke: „Wir brauchen jeden Jugendlichen hier bei uns. Und ich freue mich, dass mit Frau Cordt jemand an der Spitze der Regionaldirektion steht, der die Verbesserung der Ausbildungssituation besonders am Herzen liegt.“

Als weiteres wichtiges Thema sprach Woidke die Integration von Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt an. Dazu werde das beim Arbeits- und Sozialministerium angesiedelte so genannte IQ-Netzwerk Brandenburg unterstützt. Für das Netzwerk seien in der neuen Förderperiode auch Flüchtlinge eine Zielgruppe. So soll in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt eine Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung eingerichtet werden. Woidke: „Wir wollen Menschen mit ausländischen Wurzeln besser auf dem Arbeitsmarkt integrieren. Unser Interesse ist auch, dass Menschen mit im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen häufiger in eine Beschäftigung kommen, die ihrer Ausbildung entspricht.“

Den seit Jahresbeginn deutschlandweit geltenden einheitlichen Mindestlohn bezeichnete Woidke als eine große Zäsur für Deutschland. „Nutznießer sind auch und gerade viele Menschen bei uns. Immerhin fast jeder dritte Beschäftigte in Brandenburg verdiente bislang weniger als 8.50 Euro. Ich setze darauf, dass die Unternehmen in Brandenburg ihren Verpflichtungen nachkommen. Denn das ist ein wichtiger Schritt, damit Menschen von eigener Hände Arbeit ein auskömmliches Leben führen können.“