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Woidke: Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit
bleibt Schwerpunkt

veröffentlicht am 15.08.2014

Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit bleibt nach den Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke ein Schwerpunkt der Arbeitsmarktpolitik in Brandenburg. „Dafür müssen auch neue Wege gegangen werden“, sagte er heute bei einem Besuch der Horizont Sozialwerk GmbH in Bad Liebenwerda im Rahmen seiner Sommerreise. Das Unternehmen führt im Landkreis Elbe-Elster das Modellprojekt „Waage“ zur Beschäftigungsintegration von schwer vermittelbaren Langzeitarbeitslosen durch. Die ersten Ergebnisse dieser in Brandenburg bislang einzigartigen Initiative seien vielversprechend, betonte Woidke und fügte hinzu: „Wenn solches Herangehen längerfristig Erfolg zeitigt, kann diese Idee auch in anderen Landkreisen aufgegriffen werden, um möglichst vielen Frauen und Männern neue Chancen zu eröffnen.“

Woidke sagte mit Blick auf die insgesamt gute Entwicklung des Arbeitsmarktes in Brandenburg weiter: „Zu meinem Verständnis von Sozialstaat gehört, dass er in die Lebensperspektiven aller Menschen investiert. Es ist sowohl ein Gebot der Humanität als auch der wirtschaftlichen Vernunft, auch jenen wieder eine Beschäftigungsperspektive zu eröffnen, die schon sehr lange arbeitslos sind und vielleicht die Hoffnung schon aufgegeben haben. Hier müssen wir am Ball bleiben. Betroffene brauchen immer wieder Ermutigung, oftmals langfristige individuelle Betreuung und für einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt eine passgenaue Qualifizierung. Mir ist bewusst, dass dieser Weg nicht einfach ist. Aber gerade das macht eine solidarische Gesellschaft aus, dass sie sich auch um schwächere Mitglieder kümmert.“

Im Rahmen des Modellprojekts „Waage“ werden gegenwärtig 19 Frauen und Männer betreut. Ziel der vom Jobcenter Elbe-Elster begleiteten Initiative ist es, Langzeitarbeitslose zunächst über vier Jahre hinweg in regulären, aber geförderten und besonders betreuten Arbeitsverhältnissen zu beschäftigen und sie so an die Anforderungen am ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. Das Projekt startete im März vergangenen Jahres. Die Horizont Sozialwerk GmbH als Träger arbeitet in den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz mit etwa 100 Beschäftigten in verschiedenen Bereichen am Markt. In Brandenburg hatten im Juli rund 121.000 Menschen keinen Job, darunter waren etwa 50.500 Langzeitarbeitslose.