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Woidke auf Landesbauernversammlung: Landwirtschaft in Brandenburg hervorragend aufgestellt

veröffentlicht am 30.05.2014

Ministerpräsident Dietmar Woidke wirbt für eine vorurteilsfreie Sichtweise auf die Landwirtschaft. „In Brandenburg ist die Landwirtschaft auch deshalb hervorragend aufgestellt, weil sie von einer Vielfalt unterschiedlicher Betriebsformen und Betriebsgrößen geprägt ist“, sagte Woidke auf der Landesbauernversammlung auf dem Gelände des Märkischen Ausstellungs- und Freizeitparks am Freitag im havelländischen Paaren-Glien. Die Veranstaltung findet traditionell im Rahmen der Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung (BraLa) statt, die Woidke gestern eröffnet hatte.


Der Ministerpräsident wörtlich: „Groß ist nicht automatisch schlecht und klein ist nicht automatisch gut. Auch Bio-Bauern können Großbetriebe haben. Die werden auch gebraucht.“ Woidke betonte, das Tierwohl  müsse bei der Tierhaltung Priorität haben. Nicht die Betriebsgrößen, sondern alleine die Haltungsbedingungen seien entscheidend. Im Hinblick darauf kritisierte der Ministerpräsident die Debatte um die Massentierhaltung als einen Irrweg. Und es müsse auch weiterhin zulässig sein, kranke Tiere mit Antibiotika zu behandeln. Nur müsse deren Verwendung so gering wie möglich gehalten werden.


Brandenburgs Landwirtschaft zeichnet sich nach Worten Woidkes durch einen starken Ökolandbau aus. Insgesamt sei jedoch das Potenzial regionaler Lebensmittel noch längst nicht ausgeschöpft. Ziel müsse es daher sein, dass in den Lebensmittelregalen in Berlin viel mehr Produkte aus Brandenburg zu kaufen seien. Woidke schlussfolgerte: „Wir brauchen mehr Weiterverarbeitung und Direktvermarktung unserer heimischen Erzeugnisse. Landwirte müssen stärker unternehmerisch denken, die Märkte im Blick behalten und sich vernetzen.“


Für Woidke ist die Landwirtschaft das „Rückgrat des ländlichen Raums“, was durch die EU-Förderung untermauert werde. Von 2014 bis 2020 werden Berlin und Brandenburg über 960 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Verfügung stehen. Ab 2016 kommen weitere 85 Millionen aus der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hinzu.