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Woidke: Sprache und Kultur der Sorben und Wenden im Alltag verankern

veröffentlicht am 29.05.2014

Ministerpräsident Dietmar Woidke hat das Inkrafttreten des neuen Gesetzes für die Sorben und Wenden als ein wichtiges Signal für eine moderne Minderheitenpolitik in Deutschland gewertet. Woidke erklärte heute:


„Brandenburg bekennt sich mit diesem Gesetz dazu, Sprache und Brauchtum dieser Minderheit in der Lausitz als einen Schatz im wahrsten Sinne des Wortes zu schützen und zu pflegen. Dabei geht es um nichts Statisches, sondern um die lebendige Verankerung von Sprache und Kultur der Sorben und Wenden im Alltag. Die Gesetzesnovelle setzt Maßstäbe für eine moderne Minderheitenpolitik in Deutschland.


Ich bin froh darüber, dass heute Kultur und Sprache der Sorben und Wenden in Brandenburg präsenter sind als vor 20 Jahren, als das erste Sorben/Wenden-Gesetz verabschiedet wurde. Darauf baut das neue Gesetz auf. Wir haben die Beteiligungsrechte der Sorben und Wenden und ihrer anerkannten Dachverbände erweitert und erstmals ein Verbandsklagerecht eingeführt. Mit dem Beauftragten der Angelegenheiten für Sorben und Wenden gibt es jetzt einen Ansprechpartner und Interessenvertreter direkt in der Landesregierung. Kurzum: Brandenburg verfügt jetzt über ein modernes Landesgesetz, das einen Rahmen für die Bewahrung und Entwicklung der Kultur und Traditionen der etwa 20.000 in der Niederlausitz lebenden Menschen dieser Minderheit bildet und dem Auftrag unserer Landesverfassung noch besser gerecht wird.“


Die in Brandenburg und Sachsen beheimatete Volksgruppe gibt ab nächste Woche im österreichischen Kärnten Proben ihres Brauchtums und ihrer Kultur. Ministerpräsident Woidke hat zusammen mit seinem sächsischen Amtskollegen Stanislaw Tillich und dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser die Schirmherrschaft für die „Tage der sorbischen Kultur“ übernommen. Es sind unter anderem literarisch-musikalische Veranstaltungen und eine bereits in mehreren Ländern gezeigte Wanderausstellung zur Lage der Sorben in Deutschland geplant