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Oma und Opa im Ehrenamt - DRK-Großelterndienst in Erkner als Demografie-Beispiel ausgezeichnet

veröffentlicht am 25.10.2012

Der Großelterndienst des Kreisverbandes Märkisch-Oder-Spree des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist das Demografie-Beispiel des Monats Oktober. Die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Tina Fischer, überbrachte heute in Erkner die Auszeichnung. Die 2009 ins Leben gerufene Initiative vermittelt ältere Frauen und Männer an Familien, deren Großeltern nicht in der Nähe leben.


Mann baut mit Kind einen Turm „Diese Wahlverwandtschaften bringen Generationen einander näher. Alle Beteiligten profitieren davon“, sagte Fischer. Die gemeinsam verbrachte Zeit sei für Wunschenkel und –großeltern gleichermaßen eine Bereicherung. Die Älteren vermittelten den Kindern wichtige Erfahrungen und Werte und nähmen selbst die Gewissheit mit, ihre Zeit sinnvoll zu verbringen. Die Eltern könnten durch die Unterstützung der ehrenamtlichen Opas und Omas Beruf und Familie besser vereinbaren. Fischer: „Solche Angebote sind für viele, gerade junge Familien ein Grund, in der Region zu bleiben oder ihren Wohnort dort zu wählen.“ Nach den Worten Fischers ist die Auszeichnung des Großelterndienstes zugleich ein Beitrag zum Themenjahr der Europäischen Union, das 2012 unter dem Motto „Aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen“ steht.


Frau liest Kindern aus einem Buch vor Seit seiner Gründung hat der Großelterndienst Erkner zahlreiche Patenschaften vermittelt. Nach ersten Kennenlern-Treffen verbringen die Wunschomas und –opas im Durchschnitt zwei bis drei Stunden pro Woche mit ihren „Enkeln“. Im Rahmen von Generationentreffen, die an wechselnden Orten stattfinden, bietet der Projektträger den Beteiligten auch die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.


In Brandenburg gibt es gegenwärtig acht Großelterndienste. Die Nachfrage nach freiwilligen Großeltern übersteigt die Zahl der derzeit aktiven Wunschomas und –opas deutlich. Die Auszeichnung des Großelterndienstes Erkner soll deshalb anderen Regionen eine Anregung zum Nachahmen geben und Lust auf dieses Ehrenamt machen.


Die Initiatorin und Verantwortliche für das Projekt in Erkner, Ellen Schneider, wünscht sich, dass sich noch mehr Freizeit-Großeltern bei ihr melden: „Wir sind auf der Suche nach Menschen ab 40 Jahren, die Kindern gerne Zeit schenken möchten – und sei es nur gelegentlich auf Anfrage als Babysitter.“ Denn neben dem ehrenamtlichen Großelterndienst gehört auch ein Babysitterservice zur Angebotspalette.


Der DRK-Großelterndienst ist als Demografie-Beispiel für den Monat Oktober ein weiteres Projekt auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, beispielgebende Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.


Kontakt für das Demografie-Beispiel Oktober: Ellen Schneider, Tel. 03362/88 77 99, E-Mail grosselterndienst@drk-mos.de. Der DRK-Großelterndienst im Internet: www.drk-grosselterndienst.de.


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