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"Mehr gesellschaftliche Akzeptanz für das Handwerk“ - Platzeck bei Übergabe von Meisterbriefen

veröffentlicht am 20.10.2012

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat im Hinblick auf den Fachkräftebedarf eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für das Handwerk eingefordert. „Leistungen von Handwerkern werden noch zu oft für selbstverständlich gehalten. Was wir brauchen ist aber eine stärkere gesellschaftliche Kultur von Wertschätzung und Anerkennung, weil das Handwerk eine immense Bedeutung für die Volkswirtschaft hat“, sagte Platzeck am Samstag bei der Übergabe von Meisterbriefen der Handwerkskammer Frankfurt /Oder. Das Handwerk schaffe Arbeits- und Ausbildungsplätze und biete hervorragende Aussichten für Existenzgründer.

Der Ministerpräsident weiter wörtlich: „Die Würdigung individueller handwerklicher Fähigkeiten ist ganz zentral bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs.“ Anerkennung zu bekommen, sei häufig mitentscheidend dafür, ob handwerkliche Arbeit zufrieden stelle, und ob ein handwerklicher Beruf überhaupt ergriffen werde. Gerade handwerkliches Talent werde in Brandenburg mehr denn je gebraucht. Platzeck ermutigte zu einer Ausbildung in einem Handwerksberuf: „Gute Handwerkerinnen und Handwerker brauchen wir im Hinblick auf den demografischen Wandel in den nächsten Jahren dringend“.

Platzeck wies in diesem Kontext auf den Wert von Eingliederungs- und Qualifizierungsmaßnahmen hin, die für das Handwerk eine „ganz wichtige Funktion“ hätten. Diese Maßnahmen legten bei Arbeitslosen oft deren verschüttete Begabung für handwerkliche Tätigkeiten frei. Der Ministerpräsident stellte die handwerkliche Elite im Land auf eine Stufe mit den musischen, akademischen und sportlichen Topakteuren. Und der Meisterbrief öffne die Tür dahin. Platzeck bezeichnete die Auszeichnung als das „beste Wertpapier, das es gibt“.