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Attraktive Arbeitsplätze contra Fachkräftemangel

veröffentlicht am 14.09.2012

In attraktiven Arbeitsplätzen sieht Ministerpräsident Matthias Platzeck die beste Versicherung gegen einen drohenden Fachkräftemangel. Auf der Brandenburgkonferenz des DGB in Schönefeld unterstützte er heute die Forderung der Gewerkschaften nach fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen. Platzeck: „Ich sehe insbesondere auch unbefristete Verträge, Zukunftsperspektiven im Job, vernünftige Personalentwicklungsstrategien in den Unternehmen und Chancen für junge Talente als ein magisches Viereck an, um dauerhaft und nachhaltig Wachstum und Beschäftigung zu sichern.“

Platzeck: „Die Unternehmen bestimmen selbst die Bedingungen, unter denen Fachkräfte beschäftigt, entwickelt und gewonnen werden.“ So gelte der Grundsatz: Wer gute Leute haben will, der muss auch gut bezahlen! Platzeck verwies darauf, dass das Brandenburger Lohnniveau immer noch bei lediglich 77 Prozent der Einkommen in Westdeutschland liege. Gleichzeitig gebe es aber auch über 20.000 so genannte Aufstocker, die in Vollzeit arbeiteten, aber auch im Hartz-IV-Bezug seien, weil sie von ihrem Lohn allein nicht leben könnten. Platzeck wörtlich: „Nicht zuletzt deshalb unterstützen wir die Bundesratsinitiative der Landesregierung von Thüringen zur Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns. Damit besteht die Chance, eine von den Gewerkschaften, der SPD und auch von mir persönlich seit Jahren vorgetragene Forderung umsetzen zu können.“ Platzeck mahnte auch attraktivere Arbeitsplatz-Angebote für Frauen an. Viele von ihnen seien in Teilzeit beschäftigt, würden aber gerne auf einen Vollzeitarbeitsplatz wechseln. Auch für Ältere gebe es Bedarf für altergerechte Arbeitsplätze und angepasste Qualifizierungsangebote.

Der Ministerpräsident verwies darauf, dass die Landesregierung das Thema Fachkräftesicherung vor allem mit Blick auf den demografischen Wandel seit langem im Blick habe und dabei eine aktive Politik verfolge. In der Fachkräftestrategie sei unter dem Motto „Brandenburger Fachkräfte Bilden – Halten – Gewinnen“ das Ziel klar benannt.