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40 Millionen für Hochwasserschutz – Platzeck zu Gast in Mühlberg

veröffentlicht am 17.08.2012

Der Hochwasserschutz an der Elbe hat nach den Worten von Ministerpräsident Matthias Platzeck auch in den kommenden Jahren für die Landesregierung einen hohen Stellenwert. Seit der Elbeflut vor zehn Jahren sei in Brandenburg viel getan worden, um das Leben hinter den Deichen in der Region sicherer zu machen, sagte Platzeck heute bei einem Besuch in Mühlberg. Dort war es im August 2002 den Einwohnern und Tausenden Helfern, darunter von der Bundeswehr, gelungen, den durchweichten Deich zu verteidigen und die Stadt sowie weite Teile des Landkreises Elbe-Elster vor den Wassermassen zu retten. Dies wird bis heute als das „Wunder von Mühlberg“ umschrieben.

Nach Angaben Platzecks werden allein im Raum Mühlberg seit der Flut bis 2013 rund 15 Millionen Euro für Baumaßnahmen ausgegeben. Bis zum Abschluss der Deichsanierung in 2020 kämen noch einmal mehr als 40 Millionen Euro hinzu. „Noch nie wurde für den Hochwasserschutz so viel Geld in die Hand genommen wie in den vergangenen Jahren, viele Deiche wurden auf den neuesten technischen Stand gebracht. Und die Investitionen zahlen sich aus. Gleichzeitig muss jedem klar sein, dass Hochwasserschutz eine Generationenaufgabe ist“, unterstrich Platzeck.

Neben der weiteren Sanierung von Deichen gehe es jetzt auch darum, den Flüssen wieder mehr Raum zu geben. „Und hier brauchen wir die Akzeptanz der Menschen vor Ort, hier gilt es in einigen Regionen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten“, unterstrich Platzeck. Effektiver Hochwasserschutz sei zudem nur durch gemeinsames Handeln über Grenzen hinaus möglich. „Das hat man hier verstanden. Für den Raum Mühlberg arbeiten Brandenburg und Sachsen derzeit gemeinsam an einem Hochwasserrisikomanagementplan.“

Während seines Besuchs in Mühlberg gab Platzeck die nördliche Ortsumgehungsstraße L66n offiziell für den Verkehr frei. Diese ist zugleich die Zufahrt zur neuen Elbbrücke, die 2008 in Betrieb genommen wurde. Das Gemeinschaftsprojekt von Brandenburg und Sachsen ist so konstruiert, dass es auch bei Hochwasser befahrbar bleibt. Platzeck betonte: „Nach 2002 waren wir uns einig: Deichsanierung ist wichtig, genauso wichtig aber ist ein durchdachter, hochwassersicherer Ausbau der Verkehrsinfrastruktur hier in Mühlberg und Umgebung. Die Elbebrücke ist das Herzstück dieses Vorhabens. Mit der L66n hat sie nun eine passende Anbindung.“ Platzeck informierte darüber, dass für die Sanierung des durch Mühlberg verlaufenden Teilstücks der L66, über den der Durchgangsverkehr bisher geführt wurde, vom Land gut 25.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.