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Lehren aus den Fluten an Oder und Elbe werden beherzigt

Neue Videobotschaft des Ministerpräsidenten

veröffentlicht am 10.08.2012

Ministerpräsident Matthias Platzeck sieht das Land Brandenburg beim Hochwasserschutz auf gutem Weg, warnt aber davor, die noch zu lösenden Aufgaben gering zu schätzen. In seiner heute veröffentlichten Videobotschaft erinnert Platzeck an die Fluten an Oder und Elbe vor 15 beziehungsweise zehn Jahren.

Platzeck betont: „Schon allein die Wortwahl in jenen Tagen zeigt, wie brisant die Lage damals jeweils war: In Hohenwutzen sprach man 1997 ebenso von einem ´Wunder´ wie fünf Jahre später in Mühlberg. Schier übermenschlicher Einsatz von Freiwilligen, Technischem Hilfswerk und der Bundeswehr rettete damals Vielen das Hab und Gut, aber vor allem Menschenleben.“

Entscheidend sei jedoch, es nicht bei Erinnerungen zu belassen. „Wir hier in Brandenburg haben in den vergangenen Jahren viel erreicht, um das Leben hinterm Deich sicherer zu machen. 145 Kilometer sanierter Oderdeich und die größte Deichrückverlegung an der Elbe am Bösen Ort bei Lenzen sind nur zwei Beispiele für engagiertes Handeln. Im Juni vergangenen Jahres war Brandenburg Gastgeber einer internationalen Hochwasserkonferenz, um mit Experten und verantwortlichen Politikern aus Deutschland, Polen und Tschechien gemeinsam Strategien zu entwickeln.“ Gemeinsames und abgestimmtes Agieren sei von unschätzbarem Wert.

Platzeck zufolge bleibt beim Hochwasserschutz noch einiges zu tun: „Unstrittig ist, dass wir den Flüssen mehr Raum geben müssen. Der geplante Flutungspolder in der Neuzeller Niederung könnte im Katastrophenfall insbesondere für Frankfurt eine spürbare Entlastung bringen. Aber auch hier ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Polder sind notwendig, aber vor Ort selten willkommen. Trotzdem versichere ich Ihnen: Für Brandenburgs Landesregierung sind die dramatischen Tage an Oder und Elbe bleibende Verpflichtung, an der Generationenaufgabe Hochwasserschutz engagiert weiter zu arbeiten.“