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Demografie: Stabiles Grundschulnetz sichern

veröffentlicht am 10.07.2012

Angesichts der demografischen Entwicklung will Brandenburg Möglichkeiten der Grundschulversorgung im ländlichen Raum ausloten. Das Kabinett stimmte heute der Einsetzung einer Kommission zur Erarbeitung von Empfehlungen für künftige Modelle zu. „Mit der Einsetzung der Kommission wollen wir auch in Zukunft ein stabiles Schulnetz sichern“, betonte Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp in Potsdam.

Der Staatssekretär erläuterte: „Ab etwa 2017 führt die demografische Entwicklung zunächst in den ländlichen Regionen Brandenburgs, ab 2020 mit wenigen Ausnahmen im ganzen Land, zu einem erneuten deutlichen Rückgang der Schülerzahlen. Das Ausmaß dieser Entwicklung wirft grundsätzliche Fragen zur schulischen und regionalen Organisation von Schulen auf. Wir müssen also jetzt schon über die Frage nachdenken, wie die Schulversorgung in Zukunft aussehen soll.“

Die Demografie-Kommission soll auch einen Ausblick auf die Entwicklung in der Sekundarstufe I geben. Ihr werden alle mit der schulischen Bildung im Land befassten Akteure angehören, um einen breiten Konsens in den Empfehlungen zu erreichen. Den Vorsitz übernimmt die frühere Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Ute Erdsiek-Rave.

Die Kommission nimmt im September ihre Arbeit auf und wird voraussichtlich im August nächsten Jahres ihre Ergebnisse und Empfehlungen präsentieren.

Nach der jüngsten Bevölkerungsprognose des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg für den Zeitraum 2011 bis 2030 wird sich die Zahl der Geburten im Land von rund 19.000 auf etwa 9.900 fast halbieren.