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Plädoyer für Genossenschaften – Platzeck sieht bessere Chancen bei Energiewende

veröffentlicht am 07.07.2012

Zum heutigen Internationalen Tag der Genossenschaften hat Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck für dieses Wirtschaftsmodell geworben. „Auf immer mehr Feldern schließen sich Bürgerinnen und Bürger zu Genossenschaften zusammen und erfüllen das alte Motto von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen mit neuem Leben: `Was der Einzelne nicht vermag, das vermögen viele`“, sagte Platzeck in Potsdam. Zugleich wies er den Genossenschaften eine entscheidende Rolle für das Gelingen der Energiewende zu.

Der Ministerpräsident erklärte heute in Potsdam:

„Genossenschaftliche Wirtschaftsformen haben enorme Entwicklungspotenziale für unsere gesamte Gesellschaft. Dies wird leider noch zu oft unterschätzt. Richtig ist: Die Verwirklichung der genossenschaftlichen Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung bringt ökonomischen Gewinn für alle und setzt zudem eine nachhaltige Wirtschaftsdynamik in Gang.

Ein Beispiel: Ganz besondere Chancen für eine schnellere und reibungslosere Umsetzung der Energiewende verspreche ich mir von Modellen regional verankerter Energiegenossenschaften. Die Energiewende muss zugleich zu einer Beteiligungswende vor Ort werden – und zwar auch im ökonomischen Sinn. So wächst die Akzeptanz für die Energie-Neuorientierung in Deutschland. Die Genossenschaft ist die Rechtsform, in der die Energiewende zur erfolgreichen Beteiligungswende werden kann.“

2012 ist das Internationale Jahr der Genossenschaften. Friedrich Wilhelm Raiffeisen, 1818 geboren, legte die Grundlage für das Genossenschaftswesen, das nach seiner Idee weltweite Verbreitung fand.