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20 Jahre Brandenburger Landesvertretung bei der EU - Christoffers beim Empfang zum Jubiläum

veröffentlicht am 19.06.2012

Mit einem Empfang in Brüssel hat die Vertretung des Landes Brandenburg bei der Europäischen Union heute ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Zu diesem Anlass waren Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers und der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber zum Sitz der Europäischen Union gereist. Als Gäste hatten sich angesagt: EU-Botschafter, der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, EU-Parlamentarier und Spitzen der EU-Kommission.

Christoffers würdigte die wertvolle Arbeit der Landesvertretung, die seit 20 Jahren die Landesinteressen bei den europäischen Institutionen vertritt. „Sie ist unser Auge, Ohr und Sprachrohr hier in Brüssel“, sagte der Europaminister. Aktuell sieht Christoffers die besonderen Landesinteressen bei den Verhandlungen um den EU-Haushalt ab 2014 und zur Fortsetzung der Förderung im Rahmen der Kohäsionspolitik nach dem Auslaufen der aktuellen Förderperiode. „Strukturfondmittel waren Grundlage für Wachstum und Beschäftigung sowie eine erfolgreiche Entwicklung in Brandenburg“, sagte Christoffers. „Die Strukturfondsmittel haben wesentlich zu einer weitgehenden Angleichung der Lebensverhältnisse an die westlichen Bundesländer beigetragen. Dafür sind wir in den neuen Bundesländern sehr dankbar. Um das bislang Erreichte aber nachhaltig sichern und ausbauen zu können, ist eine angemessene Mittelausstattung auch in der kommenden Förderperiode ab 2014 erforderlich", forderte der Europaminister, der dazu am Mittwoch in Brüssel Gespräche führen wird.

Minister Christoffers betonte weiter: „Unsere Landesvertretung bei der EU ist die zentrale Schnittstelle zwischen Landes- und Europapolitik. Nur mit genauen Informationen über die aktuellen politischen Entwicklungen in den EU-Institutionen kann Europapolitik eines Bundeslandes gestaltet werden. Die Mitarbeiter unserer Landesvertretung begleiten die politischen Prozesse in der Europäischen Union und machen sie für die Landesregierung transparent. Damit legen sie das Fundament dafür, dass wir die Interessen unseres Bundeslandes bei der Europäischen Union bestmöglich vertreten können und Brandenburg seine Stimme im Konzert der europäischen Regionen bekommt. Zudem ist die Landesvertretung das Gesicht Brandenburgs, hier präsentiert sich unser Land dem internationalen Publikum in Brüssel.“


Hintergrund

Die Landesvertretung nimmt die Interessen des Landes Brandenburg auf europäischer Ebene wahr und vermittelt Informationen zwischen der EU und der Landesregierung. Organisatorisch firmiert die Vertretung in dieser Legislaturperiode als ein Referat der Abteilung „Europa und Internationales“ des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten. Die derzeit 13 Mitarbeiter der Vertretung unterrichten die brandenburgischen Ministerien über die Ergebnisse von Gipfeltreffen, von Sitzungen des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission sowie anderer relevanter europäischer Tagungen. Sie vertreten brandenburgische Interessen im europäischen Willensbildungsprozess - beispielsweise durch Kontakte zur Ständigen Vertretung der Bundesrepublik oder zu EU-Vertretungen anderer Mitgliedsstaaten. Sie halten Kontakt zu den brandenburgischen Europaabgeordneten und in Brüssel tätigen Brandenburgern ebenso wie zu den EU-Büros der brandenburgischen Partner- und Kooperationsregionen. Zudem ist die Landesvertretung Ansprechpartner für Landkreise, Kommunen, Hochschulen, Unternehmen oder Verbände bei der Vermittlung von Kontakten zu europäischen Entscheidungsträgern.


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