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Platzeck: Wir setzen auf Erneuerbare und bis auf Weiteres auch auf Braunkohle

veröffentlicht am 10.05.2012

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat den Zusammenhang von erneuerbaren Energien und Braunkohle für das Gelingen der Energiewende betont. „Wir setzen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien und bis auf Weiteres auch auf die Braunkohle als Pfeiler einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung. Beides hängt eng miteinander zusammen“, sagte Platzeck auf dem Braunkohlentag des Deutschen Braunkohle Industrieverbandes (DEBRIV) am Donnerstag in Cottbus. Der Ministerpräsident ergänzte, auf dem Weg zu einer weitgehend aus regenerativen Quellen gespeisten Energieversorgung werde Braunkohle vorerst als Brücke benötigt. Brandenburg werde damit auch seiner Verantwortung als Energieexporteur gerecht.

Brandenburg will laut Platzeck bei der Nutzung der erneuerbaren Energien Zugpferd unter den Bundesländern bleiben. Aber noch seien die regenerativen Energien nur bedingt grundlastfähig, und das deutsche Stromnetz sei noch nicht ausreichend an eine dezentrale Energieerzeugung angepasst. In diesem Kontext kritisierte Platzeck die Bundesregierung für deren Passivität beim Netzausbau. Er rief den Bund auf, Netzausbau- und Netzintegrationskonzepte vorzulegen und Impulse zu setzen für die Entwicklung neuer Speicher-Technologien. Platzeck wörtlich: „Brandenburg hat diesen Punkten in der Energiestrategie 2030 Priorität eingeräumt. Der Bund tut das bislang leider noch nicht.“

In punkto Braunkohle verwies Platzeck auf die industrie- und sozialpolitische Komponente der Energiewende. Gerade in der Lausitz bedeute Energiewirtschaft, allen voran Braunkohleindustrie, Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Derzeit sichere die Braunkohleverstromung in Brandenburg insgesamt 16.000 Arbeitsplätze, und es sei „ein gewaltiger Irrtum zu glauben, Arbeitsplätze bei den erneuerbaren Energien könnten solche in der konventionellen Energiewirtschaft ohne weiteres ersetzen“. Es müsse aber weiter gelingen, Kohleabbau und –verstromung umweltfreundlicher und effizienter zu machen.