www.stk.brandenburg.de

Platzeck: „Wir halten Kurs“

veröffentlicht am 27.04.2012

Anlässlich des bundesweiten Tages der Erneuerbaren Energien am (morgigen) Samstag erklärt Ministerpräsident Matthias Platzeck heute in Potsdam:

„Brandenburg steht weiter für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Mit unserer gerade beschlossenen Energiestrategie 2030 wollen wir den Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch bis 2030 auf 32 % erhöhen. Damit liegen wir bundesweit weiter an der Spitze. Brandenburg bleibt also voll auf Kurs, und zwar trotz der völlig kontraproduktiven Kürzungspläne des Bundes bei der Solarförderung, die dazu beigetragen haben, dass First Solar angekündigt hat, sich aus Frankfurt (Oder) zurück zu ziehen.


Dennoch: Für viele Kommunen in Brandenburg ist es heute selbstverständlich, eigene Konzepte zum energetischen Wohnen und Bauen und zur kommunal gespeisten Wärme- und Energieversorgung aufzustellen. Prenzlau zum Beispiel definiert sich selbst als Stadt der Erneuerbaren Energien. Andere Kommunen wiederum – etwa Brieselang, Dallgow-Döberitz und Wustermark – arbeiten in Partnerschaft an einer dezentralen Energieversorgung. Auch viele Landkreise haben die Zeichen der Zeit erkannt, etwa der Landkreis Barnim mit einer eigenen, hoch ambitionierten Energiestrategie.

Unseren Kommunen wird immer mehr bewusst, dass die Energiewende sowohl in ökologischer als auch in finanzieller Hinsicht in ihrem eigenen Interesse und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ist. Die vielfältigen Gewinnbeteiligungsmodelle, die mit großem Engagement und Ideenreichtum vor Ort entwickelt werden, sind Beleg dafür. Wie auch immer im Detail geregelt: die Gewinnbeteiligung derer, die vor Ort mit der dezentralen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien unmittelbar konfrontiert sind, am Gewinn der Anlagen, halte ich für einen Lösungsweg für mehr Akzeptanz. Ich bin überzeugt, dass wir die ambitionierten Ziele unserer Energiestrategie 2030 gerade durch die Initiativen in den Gemeinden und Regionen unseres Landes erreichen werden.

Eine Voraussetzung dafür ist auch, dass der Bund endlich begreift: Die Umsetzung der Energiewende kann nur gelingen, wenn er verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Dazu zähle ich auch den notwendigen Netzausbau, die Systemintegration der Erneuerbaren Energien und die Entwicklung von Speichertechnologien.“