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Demografischer Wandel: Gemeinsam Stärken nutzen – Staatskanzleichef Gerber würdigt Initiativen des Amtes Meyenburg

veröffentlicht am 16.02.2012

Die Staatskanzlei hat zum ersten Mal die Initiativen einer Kommunalverwaltung im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels ausgezeichnet. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, ehrte heute in Meyenburg die zahlreichen Projekte des gleichnamigen Amtes in der Prignitz als Demografie-Beispiel des Monats Februar.

Für das Amt Meyenburg sind die Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels in dem dünn besiedelten Gebiet schon seit Jahren ein Hauptthema. Großes Gewicht wird darauf gelegt, gerade jungen Leuten in der Region eine Perspektive zu bieten, das Heimatgefühl zu stärken. So werden schon die Jüngsten gezielt gefördert, etwa in der Ganztagsschule, die unter dem Motto „Zeit für jedes Kind“ agiert. Der Unterricht wird durch ein vielfältiges Nachmittagsangebot ergänzt, Ehrenamtler bieten hier beispielsweise handwerkliche oder Sportkurse an. In Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen entstand ein Netzwerk Schule-Wirtschaft mit dem Ziel, die Schüler besser über das Potenzial der Unternehmen im Umfeld zu informieren.

Auch die regionale Zusammenarbeit und Kooperation wird gepflegt. Meyenburg als Mitbegründer des Vereins "Wachstumskern  Autobahndreieck Wittstock/Dosse“ kümmert sich mit um die regionale Fachkräftesicherung durch Jobbörsen und den Aufbau eines Nachwuchspools für die Wirtschaft. Mit der seit 2005 partnerschaftlich organisierten Finanzierung der Präsenzstelle der Fachhochschule Brandenburg in Pritzwalk wird gemeinsam eine wichtige Voraussetzung für die Stabilisierung und strukturelle Weiterentwicklung der ländlich geprägten Region geschaffen.

Staatskanzleichef Gerber betonte: „Die Meyenburger machen es vor. Hier haben die Menschen längst erkannt, dass wichtige Zukunftsfragen für die Region nur gelöst werden können, wenn sich Kommunen, Unternehmen, Bildungsträger und zahlreiche andere Akteure vor Ort gemeinsam engagieren. Viele Visionen von einst sind längst Wirklichkeit geworden, Projekte zur Aus- und Weiterbildung junger Leute ebenso wie solche zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Mir ist es wichtig, mich direkt vor Ort über die Erfahrungen der Meyenburger zu informieren. Nicht zuletzt deshalb, um sie auch für andere nutzbar zu machen.“

In der Gesprächsrunde ging es denn auch um solche Themen wie Mobilität, Kleinstädte als „Anker“ im ländlichen Raum, Sanierung von Innenstädten oder kommunale Kooperationen.

Amtsdirektorin Katrin Lange sagte: „Unter dem Motto ‚tue Gutes und rede vor allem darüber’ haben wir das Selbstbewusstsein der Region gestärkt. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs hat eine existenzielle Bedeutung für unsere Unternehmen. Was für die Unternehmen Fachkräfte sind, sind für die Kommunen auch Einwohner. Die von uns initiierten Projekte von der Kita bis zur Berufsschule geben uns die Möglichkeit, die Talente der Region zu fördern und an unsere Unternehmen und Kommunen zu binden. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Entscheidung, die Kräfte der Region zu bündeln, die Richtige war. Durch den einmaligen Zusammenschluss von Unternehmen und Kommunen hat sich die Region rund um das Autobahndreieck zum wirtschaftlichen Zentrum entwickelt.“

Über die Initiativen des Amtes Meyenburg können sich Interessierte auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ informieren, mit dem die Staatskanzlei innovative, beispielgebende Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.

Ansprechpartner für das Projekt: Amtsdirektorin Katrin Lange, Tel.: (033968) 825-0, E-Mail: mail@amtmeyenburg.de