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100 Jahre Studio Babelsberg – Platzeck: Eindrucksvolle Geschichte und große Zukunft

veröffentlicht am 12.02.2012

Ob Marlene Dietrich, Manfred Krug oder Christoph Waltz: Namen berühmter Schauspieler stehen nach Worten von Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck sinnbildlich für den Mythos Babelsberg und die Erfolgsgeschichte einer Traumfabrik. „Den 100. Jahrestag des Studios Babelsberg verbinden wir mit cineastischem Glanz, Generationen von Stars, Klassikern der Filmgeschichte und Meisterleistungen der Technik. Wir feiern das älteste und eines der aktuell bedeutendsten Filmstudios weltweit, wir feiern den für viele Fachleute wichtigsten Filmstandort Deutschlands“, sagte Platzeck bei der Studio-Feier am Sonntag in der Marlene-Dietrich-Halle in Potsdam. Babelsberg sei eine „sehr lebendige Legende“.

Der Ministerpräsident erinnerte an die Anfangszeit des Studios. Platzeck wörtlich: „Der Studio-Mythos wurde geboren, weil die UFA und ihre Produzentenlegende Erich Pommer ein goldenes Händchen für intelligente Kassenschlager und ein Faible für den Drehort zwischen Berlin und Potsdam hatten. So wurde Filmgeschichte geschrieben – mit dem `Blauen Engel`, mit Fritz Lang’s `Metropolis` und einer ganzen Reihe weiterer Filme, wie den `Nibelungen` oder `Drei von der Tankstelle`“.

Der Ministerpräsident thematisierte Wegscheiden, vor denen das Studio in seiner langen und ereignisreichen Zeit immer wieder stand. Die Entwicklung sei von Um- und Aufbrüchen geprägt und „Spiegelbild der bewegten deutschen Geschichte mit Weimarer Republik, Nazi-Staat, DDR und dem vereinigten Deutschland“ gewesen. Platzeck betonte mit Blick auf die Zeit als sozialistischer Kulturbetrieb: „Hätte die DEFA der künstlerischen Freiheit nicht hier und da eine Nische geboten, wäre das kulturelle Leben in der DDR um ein Vielfaches ärmer gewesen.“

Platzeck sieht die Zukunft des Filmstudios optimistisch. Dort zu produzieren, gehöre inzwischen zum „internationalen Schick“. Das Studio profitiere vom Zauber Berlins, den guten Arbeitsbedingungen in Potsdam mit hervorragenden Ausbildungsstandards und von einer der weltbesten Filmcrews. Der Standort werde nach wie vor seinem Anspruch gerecht, ein technischer Pionier der Branche zu sein. Platzeck nannte das neue Tonkreuz und die 3D-Kopier-Fräsmaschinen. Besonders hob der Ministerpräsident das innovative „Green Screen“- Studio der US-amerikanischen Stargate Studios hervor, das das TV-Geschäft in Babelsberg stärke. Überdies sorgten zirka 130 Betriebe aus der Medienwirtschaft für Synergieeffekte.