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Pressedienst

Verkehrsunfallgeschehen Juli und August

25.09.2009 Weniger Tote und Verletzte in den Urlaubsmonaten

Inspekteur der Polizei: Fahrradfahrer müssen Verkehrsregeln beachten

 
Nr. 158/2009

Die Unfallbilanz der beiden Haupturlaubsmonate Juli und August weist trotz eines leichten Anstiegs der Unfallzahlen um 0,2 Prozent auf 13.192 (2008: 13.165) Unfälle weniger Tote und Verletzte auf den Straßen aus. Insgesamt wurden in den beiden Monaten 2.087 (2.127) Personen verletzt. Das waren 1,9 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. 38 (43) Menschen starben bei Verkehrsunfällen. Das bedeutete im Jahresvergleich einen Rückgang um 11,6 Prozent. Seit Jahresbeginn wurden damit 143 Personen bei Verkehrsunfällen in Brandenburg getötet, zwölf Personen weniger als in den ersten acht Monaten des Vorjahres.

Die positive Entwicklung setzt sich jedoch im laufenden Monat September nicht fort. Schon in den ersten gut drei Wochen ist die Zahl der Verkehrstoten ebenso hoch wie im gesamten Vorjahresmonat. Fahrradfahrer waren dabei überproportional häufig in tödlich verlaufende Verkehrsunfälle verwickelt. Zurückzuführen war dies zumeist auf eine grobe Missachtung von Verkehrsregeln, wie der Inspekteur der Polizei, Jürgen Jakobs, erläuterte: „Dies unterstreicht, dass wir auch den Fahrradverkehr gezielt kontrollieren müssen."

So starb eine 69-jährige Fahrradfahrerin, weil sie trotz roter Ampel die Straße überquerte und von der Straßenbahn erfasst wurde. Ein 55-jähriger Fahrradfahrer übersah beim Überqueren der Fahrbahn einen PKW, wurde von diesem erfasst und getötet. Ein 61-jähriger Fahrradfahrer fuhr aus einer Grundstücksausfahrt auf die Straße ohne auf den dort fahrenden Bus zu achten. Er kam beim folgenden Zusammenstoß ums Leben. Fast die Hälfte der 1.578 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern im ersten Halbjahr 2009 ging auf das Konto der Fahrradfahrer.

Jakobs forderte die Fahrradfahrer zu mehr Aufmerksamkeit im Verkehr auf. „Auch der verkehrssichere Zustand eines Fahrrades und das Tragen eines Fahrradhelms können lebensrettend sein", sagte Jakobs. Fahrradfahrer müssten auch beachten, dass Kraftfahrer, vor allem von LKW und Bussen, trotz der Außenspiegel nur ein eingeschränktes Sichtfeld hätten. Besonders gefährlich sei die Situation beim Rechtsabbiegen, vor allem wenn Radfahrer wartende Fahrzeuge rechts überholen. Gleichzeitig müssten aber auch die Autofahrer mehr Umsicht walten lassen.

Auch Fahrradfahrer können im Übrigen für Verkehrsverstöße mit Verwarn- und Bußgeldern zur Kasse gebeten werden. So kostet ein ‚einfacher' Rotlichtverstoß 45 Euro und einen Punkt in der Flensburger ‚Verkehrssünderkartei'. War die Ampel schon länger als eine Sekunde rot, sind 100 Euro und ein Punkt fällig. Auch Telefonieren mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung ist auf dem Fahrrad verboten. Wer es dennoch tut und erwischt wird, wird mit 25 Euro zur Kasse gebeten. Fahren ohne Licht oder Beleuchtungsanlage kostet ebenso wie defekte oder fehlende Bremsen am Fahrrad zehn Euro.

Weitere Hinweise: www.internetwache.brandenburg.de

 

Verantwortlich:
Geert Piorkowski, Pressesprecher
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