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Pressedienst

Kampfmittelbeseitigung

28.08.2008 Gutachten zur Kampfmittelbeseitigung an Stadt Oranienburg übergeben

LaGa-Gelände kampfmittelfrei – Schönbohm will Hilfe für die Stadt verstärken

 
Nr. 143/2008

Das Veranstaltungsgelände der Landesgartenschau 2009 in Oranienburg (Landkreis Oberhavel) ist kampfmittelfrei. Insgesamt kann in Oranienburg eine Fläche von mehr als 800 Hektar aus dem Kampfmittelverdacht entlassen werden. Das geht aus einem Gutachten der BTU Cottbus hervor, das am (heutigen) Donnerstag Vertretern der Stadt und des Landkreises Oberhavel vorgestellt wurde. Das Gutachten war vom Innenministerium in Auftrag gegeben worden, um die Stadt bei der Beseitigung der Altlasten des Zweiten Weltkrieges zu unterstützen.

Das Gutachten bestätigt zugleich die bisherige Strategie der zuständigen Ordnungsbehörde und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) zur Beräumung kampfmittelbelasteter Flächen. Zudem enthält es Empfehlungen, die der Ordnungsbehörde das weitere Handeln erleichtern können. Dazu gehört ein Masterplan, der einen Weg zur Kampfmittelfreiheit bei gleichzeitiger Eröffnung von Spielräumen für die Entwicklung der Stadt aufzeigt.

Innenminister Jörg Schönbohm betonte: „Das Land unterstützt die Stadt Oranienburg seit Jahren intensiv bei der Beseitigung der Altlasten des Zweiten Weltkrieges. Wir werden die Oranienburger auch in Zukunft mit diesem Problem nicht allein lassen." Er werde alles daransetzen, dass die Landesregierung die Mittel für die Kampfmittelbeseitigung im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen erhöht und so die Beseitigung der Blindgänger beschleunigt. Das Gutachten empfiehlt der Stadt zudem, EU-Fördertöpfe und Bundesmittel auf ihre Nutzbarkeit für die Finanzierung der Kampfmittelbeseitigung zu überprüfen.

Der Minister dankte den Bürgern von Oranienburg zugleich für ihre Geduld und ihr Verständnis für die zum Teil erheblichen Beeinträchtigungen des städtischen  Lebens durch die Beseitigung der Blindgänger. Schönbohm sagte: „Ich weiß, dass dies für alle Beteiligten eine große Belastung ist. Es wird noch weitere Geduld erfordern, bis die Gefahren endgültig beseitigt sein werden."

Während des Zweiten Weltkrieges wurden über Oranienburg etwa 20.000 Bomben abgeworfen. Eine große Zahl dieser Bomben explodierte jedoch nicht und blieb als Blindgänger in der Erde liegen. Ein hoher Anteil dieser Blindgänger ist mit chemischen Langzeitzündern versehen.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Brandenburg betreibt seit 1991 eine systematische Kampfmittelräumung in der Stadt. Im Zuge der Maßnahmen wurden 144 Sprengbomben unschädlich gemacht, von denen 54 Prozent mit chemischen Langzeitzündern versehen waren. Allein im Zeitraum 1996 bis 2007 wurden 48 Millionen Euro für die Kampfmittelbeseitigung in Oranienburg eingesetzt. Schönbohm dankte den Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in diesem Zusammenhang für „ihren umsichtigen und selbstlosen Einsatz" bei der Beseitigung der Altlasten des Krieges.

Verantwortlich:
Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666