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Pressedienst

Polizei

19.06.2008 Unterschiedliche Kriminalitätsentwicklung in Brandenburgs Grenzregionen

Innenministerium bereitet Halbjahresbericht vor

 
Nr. 102/2008

Nach dem Wegfall der Grenzkontrollen zum EU-Nachbarn Polen Ende 2007 zeichnet sich in Brandenburgs Grenzregionen insgesamt ein Rückgang angezeigter Straftaten ab. Gleichzeitig ist bei einigen Diebstahlsdelikten ein Anstieg zu verzeichnen. Innenminister Jörg Schönbohm sprach heute in Potsdam von einer unterschiedlichen Entwicklung, die Polizei und Ministerium mit großer Aufmerksamkeit verfolgten und auf die gemeinsam mit der Bundespolizei und der polnischen Polizei bereits gezielt reagiert worden sei.

Nach einer vorläufigen Polizeibilanz nahm die Zahl der Delikte bis Ende Mai dieses Jahres von 9.801 im Vorjahrszeitraum auf 8.220 ab. Einen Rückgang kennzeichnen beispielsweise auch die 185 Diebstähle aus Büro- und Gewerberäumen (Vorjahrszeitraum: 276), die 815 Fahrraddiebstähle (1.113), die 718 Ladendiebstähle (862) oder die 90 Wohnungseinbrüche (99). Dagegen stieg die Zahl der Fahrzeugdiebstähle und unbefugten Kfz-Benutzungen von 81 auf 177 und die der  Gartendiebstähle von 36 auf 106. Auch bei sonstigen Diebstählen aus Garagen wurden mit 256 mehr Anzeigen als im Vorjahr (82) registriert.

Dabei verläuft die Entwicklung auch in den einzelnen Regionen unterschiedlich. Während beispielsweise in der Stadt Frankfurt (Oder) die Zahl der Fahrzeugdelikte zunahm (von 23 auf 100), blieb sie in Forst unverändert (sechs). Dagegen registrierte die Polizei in Forst einen Anstieg der Garageneinbrüche, in Eisenhüttenstadt nahmen diese Diebstähle deutlich ab. Schönbohm erneuerte seine Ankündigung eines Halbjahresberichtes der Kriminalitätsentwicklung in den Grenzregionen. „Dieser Zeitraum erlaubt uns nach den bisherigen Momentaufnahmen eine erste wirkliche Auswertung, um Fragen nach Ursachen und Zusammenhängen seriös zu beantworten", unterstrich Schönbohm. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass die Öffentlichkeit wie bisher auch hierzu ausführlich informiert werde. Wie Schönbohm betonte, lege er Wert darauf, dass die Bevölkerung über die Gesamtentwicklung mit allen Trends informier wird.

Der Innenminister bescheinigte dem zuständigen Polizeipräsidium in Frankfurt (Oder) eine „höchst professionelle und engagierte Arbeit" für die Sicherheit in den Grenzregionen. Als Beispiele nannte er den Ausbau der Kooperation mit der polnischen Polizei. So gehörten gemeinsame Streifen, Lageberatungen und auch gemeinsame Bürgersprechstunden bereits zum Alltag vor Ort. Genauso gut funktioniere die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, so unter anderem bei der Erweiterung gemeinsamer Streifen und Fahndungseinsätze. Ebenso bewähre sich die vom Polizeipräsidium speziell zur Aufklärung der Kfz-Delikte frühzeitig eingerichtete Ermittlungsgruppe. 

Verantwortlich:
Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666