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Pressedienst

Bereits fast 43.000 Polizeivorgänge in neues IT-System eingestellt

14.12.2007 Bilderbuchstart - Tempomacher ComVor jederzeit stabil am Netz der Landespolizei

Schönbohm: Gründliche Vorbereitung und Kooperation zahlen sich aus

 
Nr. 218/2007

Das Mitte November dieses Jahres eingeführte neue computergestützte Vorgangsbearbeitungssystem ComVor der Polizei Brandenburgs hat einen Bilderbuchstart hingelegt. „Das neue System hatte bisher nicht einen einzigen  Ausfall und war für die Polizeibeamten landesweit jederzeit am Netz verfügbar“, freute sich heute in Potsdam Innenminister Jörg Schönbohm angesichts der positiven Zwischenbilanz. Durchschnittlich 4.500 Polizeiangehörige nutzen täglich den neuen „elektronischen Tempomacher“, der zu erheblichem Zeitgewinn bei der Vorgangbearbeitung zur Aufklärung von Straftaten führt. Die Daten werden nur noch einmal erfasst, aber landesweit - wo erforderlich - per Mausklick bereitgestellt. In den Polizeidienststellen wurden seit dem offiziellen Systemstart bereits 43.000 Vorgänge mit insgesamt 195.000 enthaltenen Dokumenten in ComVor eingestellt.

Schönbohm verwies auf die für die Einführung von neuen IT-Systemen ungewöhnlich geringe Fehlerquote bei Brandenburgs ComVor-Schritt. Lediglich in etwa 150 Fällen mussten sich Polizeiangehörige bisher an den Zentraldienst der Polizei in Wünsdorf wenden, wo ein User Help Desk eingerichtet ist. Dabei ging es nicht um die Arbeitsfähigkeit des Systems, sondern vor allem um Anlaufprobleme bei der Anwendung von ComVor, aber auch um Hinweise der Nutzer, so beispielsweise zu notwendigen Formularen.

Laut Brandenburgs Innenminister sind vor allem die gründliche Vorbereitung der System-Einführung und die enge Zusammenarbeit mit anderen Länderpolizeien der Schlüssel für den jetzt in der Praxis bestätigten Projekterfolg. Brandenburgs Polizei hatte die Einführung von ComVor gemeinsam mit den Länderpolizeien von Hamburg, Hessen und Baden-Württemberg vorbereitet, die das Vorgangsbearbeitungssystem bereits erfolgreich nutzen. „Wir konnten dank dieser Kooperation auf viele Erfahrungen zurückgreifen und so manche ansonsten unvermeidbare Kinderkrankheit eines neuen IT-Systems vermeiden“, erklärte Schönbohm, der darauf hinwies, dass durch die Kooperation die Kosten Brandenburgs für die Einführung und den Betrieb von ComVor in den nächsten 10 Jahren auf insgesamt ca. 15 Millionen Euro begrenzt werden können.

Brandenburgs Polizei hatte sich nach gründlicher Prüfung verfügbarer Systeme für die Einführung von ComVor entschieden. Ausschlaggebend waren dabei neben den Kosten vor allem die langjährige positive Erfahrung der anderen Länderpolizeien, so beispielsweise der störungsfreie und stabile Einsatz in einem Flächenland wie Hessen, die Nutzerakzeptanz, die Anwenderfreundlichkeit und ein vergleichsweise geringer Schulungsaufwand.

Nach der erfolgreichen Einführung der ComVor-Basisversion in Brandenburg, die derzeit eine Bearbeitung von Strafsachen ermöglicht und alle über die Internetwache (www.polizei.brandenburg.de/) eingehenden Bürgeranliegen aufnimmt, werden weitere Ausbauschritte folgen. In Vorbereitung sind auch die Aufnahme der gesamten Unfallsachbearbeitung und die Einbindung von Ordnungswidrigkeiten für Brandenburg in ComVor.

Verantwortlich:
Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666