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Pressedienst

Boot der Wasserschutzpolizei  - WSP 10

Wasserschutzpolizei

31.08.2007 Mehr Verkehr und viele Regelverstöße auf dem Wasser

Zahl der Unfälle gestiegen - Schönbohm: „Weiter intensive Kontrollen nötig“

 
Nr. 154/2007

Begünstigt durch das Wetter hat sich der Schiffsverkehr auf den brandenburgischen Gewässern in den ersten Monaten dieses Jahres deutlich lebhafter gezeigt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Während im vergangenen Jahr der Winter die Wasserstraßen und Seen lange fest im Griff hatte, erlaubte in diesem Jahr mildes Wetter einen frühzeitigen Start in die Wassersportsaison. Entsprechend viel Arbeit gab es für die Wasserschutzpolizei. Im Juli dagegen waren bei ungünstigerem Wetter vor allem deutlich weniger Sportboote unterwegs als im Vorjahr.

Insgesamt wurden nach noch vorläufigen Zahlen von Januar bis Juli 14.641 (2006:14.663) Schiffskontrollen durchgeführt, also fast ebenso viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Etwa jede vierte bis fünfte Kontrolle endete mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige oder Verwarnungsgeld. Die Wasserschutzpolizei verzeichnete 3.365 (3.514) Regelverstöße. Davon entfielen auf die Berufsschifffahrt 470 (440) Fälle und auf die Sport- und Freizeitschifffahrt 2.895 (3.074) Fälle.

Innenminister Jörg Schönbohm sagte: „Die Zahlen zeigen, dass unsere Wasserschutzpolizei gute Arbeit leistet und weiter leisten muss. Sie wird auch künftig den Schiffs- und Bootsverkehr intensiv kontrollieren, um die Sicherheit auf den Gewässern unseres Landes zu gewährleisten. Zugleich leistet sie eine intensive Präventions- und Beratungsarbeit und ist damit ein echter Partner der Berufs- und Freizeitschiffer. Dies ist auch ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung des Wassertourismus als einem der wichtigen Wirtschaftsfaktoren unseres Landes."

Die Polizei schritt vor allem wegen rücksichtsloser Fahrweise und unangemessener Geschwindigkeit, fehlender Kennzeichnung, fehlenden Dokumenten sowie wegen Verstößen gegen ein Liegeverbot sowie die Besatzungs- und Ausrüstungsvorschriften ein. 57 Mal wurde Alkohol am Ruder festgestellt. Das waren sieben Fälle mehr als im Vergleichszeitraum.

Einen besonders verantwortungslosen Schiffsführer stellte die Polizei Ende Juli auf den Templiner Gewässern. Der Mann steuerte sein mit Gästen besetztes Fahrgastschiff mit 3,7 Promille. Der Mann wurde aus dem Verkehr gezogen und muss nun mit einem Strafverfahren rechnen.

Der zunehmende Verkehr und die nach wie vor vielen Regelverstöße auf den brandenburgischen Gewässern zeigen auch noch andere Schattenseiten. So verzeichnete die Wasserschutzpolizei eine Zunahme der Schiffsunfälle um 28,7 Prozent auf 112 Unfälle (87). Davon entfielen 37 (28) Unfälle auf die Berufsschifffahrt und 75 (59) Unfälle auf die Sportschifffahrt. Dabei wurden zwei Personen getötet und drei weitere verletzt. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren bei Schiffsunfällen gleichfalls zwei Menschen getötet und elf Personen verletzt worden. Unfallursache war zumeist menschliches Fehlverhalten wie Rücksichtslosigkeit, Selbstüberschätzung und Nichtbeachtung von Vorschriften.

In Brandenburg gibt es insgesamt mehr als 2.600 Kilometer Bundes- und schiffbare Landeswasserstraßen. Davon sind rund 470 km Wasserstraße für das führerscheinfreie Fahren von gecharterten Booten freigegeben. 266 Beamte und Beamtinnen der Wasserschutz sorgen in neun Wasserschutzpolizeiwachen und 14 Außenstellen in diesem weitläufigen Revieren für die Sicherheit und Leichtigkeit im Schiffsverkehr. Sie verfügen u.a. über eine moderne Flotte von elf Streifenbooten für die Kontrolle der Berufsschifffahrt und 19 Booten für die Kontrolle der Freizeitschifffahrt.

Verantwortlich:
Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666