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Pressedienst

Feuerwerk

26.12.2006 Ziegler und Schönbohm: Vorsicht bei Kauf und Abbrennen von Silvesterfeuerwerk

Kein Feuerwerk im Ausland kaufen - Signalmunition nicht auf offener Straße abfeuern

 
Nr. 220/2006

Vor den Gefahren im Umgang mit Feuerwerkskörpern warnt Innenminister Jörg Schönbohm kurz vor dem Jahreswechsel. „Feuerwerkskörper sind gefährlich. Für Verkauf und Abbrennen gelten deshalb strenge Bestimmungen", betonte Schönbohm heute in Potsdam. „Böller und Raketen dürfen nicht an Jugendliche unter 18 Jahre ausgehändigt werden und nicht im Freien oder aus einem Kiosk heraus verkauft werden", unterstreicht Sozialministerin Dagmar Ziegler.

Sie verwiesen darauf, dass das klassische Silvesterfeuerwerk wie Böller, Raketen und so genannte Kanonenschläge (Pyrotechnische Erzeugnisse der Klasse II) in diesem Jahr erst ab dem 28. Dezember verkauft werden darf - und dieses auch nur innerhalb von Verkaufsräumen unter Aufsicht. Die zum Verkauf angebotenen pyrotechnischen Gegenstände müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen und entsprechend gekennzeichnet sein.

Schönbohm warnte zudem vor dem Kauf von Feuerwerkskörpern im Ausland. Diese Pyrotechnik ist mit extrem hohen Risiken verbunden. Mangelhafte Verarbeitung und die Verwendung von Industriesprengstoff können selbst bei richtiger Handhabung zu schweren Verletzungen führen. Die Einfuhr solcher Feuerwerkskörper ist deshalb verboten und strafbar.

Ziegler informierte, dass auch in diesem Jahr von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesamtes für Arbeitsschutz umfangreiche Kontrollen bei Verkauf und der Verwendung von Pyrotechnik durchgeführt werden. Festgestellte Verstöße können als Ordnungswidrigkeit verfolgt, gegebenenfalls auch als Straftat geahndet werden.

Wer Feuerwerkskörper kaufe, müsse auch für eine sichere Lagerung sorgen. Wichtigste Tipps dabei: Niemals den gesamten Feuerwerks-Vorrat in einem Behälter aufbewahren und auf keinen Fall Streichhölzer und Feuerwerkskörper zusammen lagern. Insbesondere muss das Feuerwerk auch sicher vor dem Zugriff von Kindern sein.

Ziegler und Schönbohm appellierten an die Bürgerinnen und Bürger, Feuerwerkskörper nur in der zulässigen Zeit  am 31. Dezember und am 1. Januar zu verwenden und in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altenheimen sowie Tankstellen das Abbrennen zu unterlassen.

 

Wichtige Hinweise beim Umgang mit den Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht:

  • Bereits rechtzeitig vorher sämtliche Fenster, Dachluken, Balkontüren und Garagentore schließen.
  • Brennbare Gegenstände vom Balkon oder vom Haus entfernen.
  • Gebrauchsanweisung der Feuerwerkskörper vorher durchlesen (steht auf jeder Verpackung).
  • Feuerwerk nur an Silvester und Neujahr abbrennen
  • Feuerwerk nicht in der Nähe von Krankenhäusern zünden.
  • Für den Notfall Löschmittel bereithalten (Eimer Wasser, besser Feuerlöscher).
  • Feuerwerk (mit Ausnahme von Tischfeuerwerk) nur im Freien zünden, niemals innerhalb geschlossener Räume.
  • Beim Abbrennen von Tischfeuerwerk bedenken, dass Silvesterdekoration oft sehr gut brennt.
  • Feuerwerkskörper nicht in der Hand behalten, sondern auf den Boden legen und dann zünden.
  • Raketen senkrecht in feststehende Flaschen oder Ähnliches stellen und so ausrichten, dass sie nicht auf benachbarte Gebäude, Menschen oder Tiere zielen.
  • Niemals versuchen ‚Fehlzünder' ein zweites Mal anzuzünden.
  • Niemals eigene Böller basteln oder an Feuerwerkskörpern manipulieren.

 

Verantwortlich:
Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666