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Einweihung der St. Jakobskapelle: Woidke wünscht sich Ort der respektvollen und freundlichen Begegnung

veröffentlicht am 25.08.2022

Nach ihrer Sanierung ist die St. Jakobskapelle der Stiftung Wredow'sche Zeichenschule heute in Anwesenheit von Ministerpräsident Dietmar Woidke in Brandenburg an der Havel eingeweiht worden. In seinem Grußwort hob er die Bedeutung des Hauses als Begegnungsstätte hervor: „Nun zieht in die Kapelle neues Leben ein. Möge sie ein Ort für offenen Austausch, Gespräche und Zusammentreffen auf freundliche und respektvolle Weise sein, denn das brauchen wir mehr denn je." Woidke hatte im Dezember vergangenen Jahres der Stiftung symbolisch einen Förderscheck aus Lottomitteln in Höhe von 26.500 Euro für die Sanierung übergeben.



Woidke würdigte heute das bürgerschaftlichen Engagement in der Stadt für den gelungenen Wiederaufbau der Stiftung nach der Zweckentfremdung des Stiftungsvermögens in der DDR. Er dankte den Mitarbeitenden der Stiftung, dem ehrenamtlichen Kuratorium und den Lehrkräften für „all die Arbeit und Mühe für den Erhalt und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Stiftung." Woidke: „Mit Überführung der Kapelle in das Stiftungseigentum im Jahr 2000 ist die Wredow-Stiftung schon damals einen mutigen Schritt Richtung Zukunft gegangen. Mit der Umnutzung der Kapelle von kirchlichen hin zu weltlichen Zwecken ist und bleibt sie ein Ort für gute und offene Begegnungen."


Die Sanierungsarbeiten dienten der Wiederherstellung der bau- und kunsthistorischen Bedeutung der Kapelle. Sie wird in das pädagogische Konzept der Kunstschule einbezogen und mit Ausstellungen, Lesungen und Kleinkunstdarbietungen Geschichte erfahrbar machen. Neben den 26.500 Euro Lottomitteln förderten Bund und Land die Sanierung im Rahmen der Denkmalhilfe mit knapp 190.000 Euro.  


Die „Kapelle des heiligen Jakobus" wurde um 1320 errichtet und erstmalig 1349 urkundlich erwähnt. Im Volksmund wird sie bis heute „Verrückte Kapelle" genannt: Seinerzeit neben dem Jakobshospital auf freiem Feld errichtet, rückte sie mit der Stadterweiterung allmählich in das Stadtgebiet und wurde 1892 in ihrer Gesamtheit elf Meter nach Westen verschoben. Noch bis 1990 durch die St. Katharinen-Gemeinde kirchlich genutzt, ging der kleine Sakralbau im Jahr 2000 in das Eigentum der Wredow‘schen Stiftung über. Verschiedene Nutzungspläne, vom Atelierraum für Ausstellungszwecke bis hin zu Konzerten und Lesungen, eröffnen ihr jetzt eine neue Zukunft als weltliche Begegnungsstätte.

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