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Ministerpräsident Platzeck würdigt Egon Bahr

veröffentlicht am 19.03.2007

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat das Lebenswerk des Politikers Egon Bahr gewürdigt. In einem Grußschreiben zum 85. Geburtstag am morgigen Sonntag ging er insbesondere auf die Verdienste des Mitstreiters von Willy Brandt um die Ostpolitik und um die Annäherung zwischen beiden deutschen Staaten ein.

Platzeck erinnert in dem Schreiben an eine Bemerkung Willy Brandts über Egon Bahr, den er als einen „deutschen Patrioten mit Sinn für internationale Verantwortung“ charakterisiert habe. Platzeck betonte, das von Bahr erdachte Prinzip „Wandel durch Annäherung“ sei zum Markenzeichen der Ostpolitik geworden, das sich mit dem gesellschaftspolitischen Anspruch „mehr Demokratie wagen“ als Synonym der Brandtschen Ära in idealer Weise ergänzt habe. Der Ministerpräsident schrieb: „Nach meiner festen Überzeugung ist ´Wandel durch Annährung´ auch heute noch ein mehr als brauchbarer Ansatz für das globale Handeln unseres ´Europäischen Hauses´.“

Platzeck verwies in diesem Zusammenhang auf die aktuelle Diskussion um die Folgen des Klimawandels. Bahr spreche hierbei von einer zusätzlichen „weltweiten gleichen Interessenlage und Bedrohung“, die eine Zusammenarbeit ganz anderer Art und „mit besonderer Phantasie erfordern“.

Der Ministerpräsident wünschte Bahr weiterhin alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit.