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Harms bekräftigt Zusammenarbeit mit Polen: Kooperation statt Konfrontation und Dialog statt Schweigen

veröffentlicht am 16.03.2007

Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund und für Europaangelegenheiten, Staatssekretär Gerd Harms, beschwor heute anlässlich einer Präsentation der Wojewodschaft Dolnosląskie/Niederschlesien die Fortsetzung der gut funktionierenden regionalen Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Polen. Harms eröffnete die Schau in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund im Beisein des neu gewählten Marschalls der Wojedwodschaft, Andrzej Łoś. Harms versicherte diesem, dass „trotz der Spannungen im deutsch-polnischen Verhältnis Brandenburg auf der regionalen Ebene daran festhalten wird, unsere Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Wir wissen, was wir voneinander haben. Eine gute Nachbarschaft befördert Kooperation statt Konfrontation und Dialog statt Schweigen.“

Scharf rügte Harms die jüngsten Äußerungen der Vorsitzenden des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach: „Die polnische Regierungskoalition mit Republikanern, DVU und NPD gleichzusetzen, ist nicht nur völliger Unsinn sondern Gift für die Beziehungen zwischen Berlin und Warschau. Es ist gut, dass die polnische Seite so besonnen reagiert hat.“

Harms bekräftigte den Weg der Zusammenarbeit mit Polen als Teil der geografischen und historischen Verantwortung Brandenburgs: „Brandenburg ist es wichtig, solidarische Partnerschaften mit europäischen Regionen zu knüpfen. Die Zusammenarbeit mit polnischen Regionen gedeiht.“ Sie bleibe ein Schwerpunkt des Engagements, sagte Harms. „Trotz aktueller Schwierigkeiten im deutsch-polnischen Verhältnis sind uns diese Partnerschaften ganz wichtig.“

Die Beziehungen zwischen Brandenburg und der Wojewodschaft Dolnosląskie /Niederschlesien haben an Intensität gewonnen. Beispielsweise ist die Wojewodschaft eine Schwerpunktregion für Brandenburger Wirtschaftskontakte und Akteur in der „Oderpartnerschaft“. Harms erinnerte auch daran, dass „vieles auf der regionalen Ebene gut funktioniert.“ Als Beispiele führte er den Hochwasserschutz und die Hochschulbeziehungen an.