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Große Verdienste um Brandenburg - Bundesverdienstkreuz für Hinrich Enderlein

veröffentlicht am 05.10.2006

Dem ersten brandenburgischen Wissenschafts- und Kulturminister, Hinrich Enderlein, ist heute durch Ministerpräsident Matthias Platzeck das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht worden. Bundespräsident Horst Köhler hatte ihm auf Vorschlag des Ministerpräsidenten den Orden für sein politisches Lebenswerk verliehen. Ministerpräsident Platzeck sagte, Enderlein sei ein „Mann der ersten Stunde“ in Brandenburg gewesen, der sich „einen Namen gemacht“ und prägende Spuren hinterlassen habe. In der Ordensbegründung werden besonders seine Verdienste um den Aufbau des neuen Hochschulsystems in Brandenburg und um die Musikkultur hervorgehoben.

Enderlein war von 1990 bis 1994 Minister für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg. Unter seiner Regie wurde ein neues Hochschulsystem geschaffen, Universitäten und Fachhochschulen wurden gegründet. Besondere Verdienste hat sich Enderlein auch um das Musikleben in Brandenburg erworben. So ist die Förderung der Musikkultur eng mit dem Aufbau einer aktiven Musikschulstruktur verbunden. Nach seinem Ausscheiden aus der Landesregierung wurde er zum Vorsitzenden des Landesverbandes der Musikschulen gewählt. In dieser Funktion kümmerte er sich unter anderem um den Wettbewerb „Jugend musiziert“, die Betreuung und Entwicklung der Landesjugendensembles der Spitzenförderung sowie um die Landesmusikschultage und das Rock-Pop-Jazz-Festival. Seit der Gründung des Förderkreises des Brandenburgischen Chorverbandes 1997 führt Enderlein dessen Vorsitz.

Seine hochschulpolitischen Erfahrungen brachte Hinrich Enderlein in das Kuratorium der Friedrich-Naumann-Stiftung ein, dem er seit 1999 angehört. Während dieser ehrenamtlichen Tätigkeit hat er regelmäßig an Veranstaltungen in Brandenburg als Referent mitgewirkt, vorzugsweise zu den Themenbereichen Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie Kunst und Kultur. Enderlein war von 1991 bis 1995 stellvertretender und von 1995 bis 1999 Landesvorsitzender der Landes-FDP.

Die Arbeit der Kammeroper Schloss Rheinsberg mit ihrem Internationalen Gesangswettbewerb für junge Opernsänger begleitet er als Kuratoriumsmitglied der Kammeroper. Mit großem Engagement widmete sich Enderlein der Gremienarbeit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er war von 1973 bis 1988 Mitglied im Rundfunkrat des Südwestfunks und wurde nach seinem Wechsel in das Land Brandenburg von der Landesregierung in den Hörfunkrat des neugegründeten DeutschlandRadios entsandt. Seit 1994 bis Februar 2006 war Enderlein Vorsitzender des Aufsichtsgremiums des Senders.