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Demografischer Wandel: „Wohnen im Alter-Wohnen ohne Barrieren“ – Platzeck: Projekt sollte Schule machen

veröffentlicht am 15.09.2006

Ein landesweit beachtetes Demografie-Projekt der Kreishandwerkerschaft Niederlausitz bekommt heute neuen Schub. In Finsterwalde werden weitere zehn Handwerker das Zertifikat als Gesundheitsdienstleiter erhalten. Sie hatten sich vorher die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten zum bedarfs- und fachgerechten Umbau von Seniorenwohnungen angeeignet. Damit können 47 Handwerksbetriebe ihr erweitertes Dienstleistungsspektrum zugunsten barrierefreien Wohnraums für alte Menschen anbieten.

Damit wird es immer mehr älteren Menschen ermöglicht, solange es geht in den eigenen vier Wänden ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Das Projekt führt die Kreishandwerkerschaft in Kooperation mit der Innungskrankenkasse (IKK) Brandenburg und Berlin durch. Der Gesundheitsdienstleister rechnet die verschriebenen und erbrachten Leistungen mit der Kranken- beziehungsweise Pflegekasse ab und entlastet so den Kunden.

Der Schirmherr des Projekts, Ministerpräsident Matthias Platzeck, beglückwünschte die Initiatoren anlässlich der Veranstaltung. Das von der Staatskanzlei maßgeblich unterstützte Projekt müsse Schule machen, weil es vielen Menschen ein würdevolles Leben im Alter ermögliche, so Platzeck in einem schriftlichen Grußwort. Es stimme hoffnungsvoll, dass es bereits Nachahmer bei den Kreishandwerkerschaften in Fürstenwalde und Jüterbog gebe sowie Anfragen aus Chemnitz in Sachsen. Der Ministerpräsident verwies zudem darauf, dass sich andere Krankenkassen wie AOK und DAK ebenfalls für das Projekt interessierten und es auch bei der Landesärztekammer vorgestellt wurde.

Platzeck: „Die Folgen des demografischen Wandels im Sinne der Menschen anzugehen, ist für uns keine leere Formel. Alles, was wir seit Jahren an gedanklicher Vorarbeit investiert und in den Ressorts angeschoben haben, dient einem Ziel: Menschen aller Altersgruppen eine lebenswerte Perspektive in Brandenburg zu bieten. Das Finsterwalder Projekt ist dafür exemplarisch: Es bietet Handwerksbetrieben neue berufliche Perspektiven und es hilft alten Menschen, in einem ihnen gemäßen Wohnumfeld zu leben.“

Das geförderte Modellprojekt war von der „Financial Times Deutschland“ ausgezeichnet worden. An der feierlichen Veranstaltung für die Teilnehmer des dritten Qualifizierungskurses nimmt im Auftrag des Chefs der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Appel, der zuständige Abteilungsleiter Henning Heidemanns teil.