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Modern und kompetent – Appel würdigt pro familia

veröffentlicht am 06.09.2006

Staatskanzleichef Clemens Appel hat das umfangreiche Wirken des Vereins pro familia gewürdigt. „Pro familia ist gleichsam ein Synonym für eine engagierte Arbeit in den Bereichen Sexualpädagogik, Familienplanung, Partner- sowie Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung“, sagte Staatssekretär Appel am Mittwoch bei der Jubiläumsfeier 15 Jahre „pro familia Brandenburg“ in Potsdam. Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder in der Entwicklung einer selbstbestimmten Sexualität zu unterstützen und zu bestärken, gehöre zu den Grundrechten in einer Zivilgesellschaft. Dafür setze sich der Verein ein.

In den ersten Jahren nach der Wende habe pro familia eine wichtige Rolle in der Debatte um einheitliche Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland gespielt und dabei speziell die Interessen der Frauen aus dem Osten vertreten. Heute sei der Verein mit 12 Büros und etwa 40 Mitarbeiterinnen der bedeutendste Träger von Beratungsangeboten in Brandenburg. Appel verwies darauf, dass das Land diese Leistungen immer gefördert habe, in diesem Jahr mit über 1,3 Millionen Euro.

Der Staatssekretär zollte dem Verein Anerkennung für dessen Bemühungen um moderne Methoden der Sexualaufklärung und –pädagogik, damit gerade junge Menschen erreicht werden. Beispielhaft dafür nannte er die seit einigen Jahren angebotene Online-Beratung zu allen Fragen der Sexualität, Schwangerschaft und Familienplanung. „Das ist eine Form, die Jugendliche erreicht und Gruppenveranstaltungen sowie die persönliche psychosoziale Beratung ergänzt“, unterstrich Appel. Mit „Ganz schön aufgeklärt – Kinder zeigen Zähne“ – einem Mitmachparcours für Jungen und Mädchen der 2. bis 4. Klassen zur Prävention sexueller Gewalt – habe der Landesverband ein ganz besonders bemerkenswertes Projekt entwickelt, das von Sozialministerium und Landespräventionsrat unterstützt werde.