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Platzeck bei Eröffnung des „Zentrums für Biomaterialentwicklung“ in Teltow – Stärkere Verflechtung von Wissenschaft und Wirtschaft gefordert

veröffentlicht am 01.09.2006

Ministerpräsident Matthias Platzeck hat sich für eine noch engere Verzahnung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausgesprochen. „Das ist notwendig, um den Technologietransfer in die Praxis zu stärken und als Land mit wissensintensiven, innovativen Produkten punkten zu können“, sagte Platzeck am Freitag bei der Eröffnung des „Zentrums für Biomaterialentwicklung“ am Institut für Polymerforschung in Teltow-Seehof. An diesem Standort und gerade im neuen „Zentrum für Biomaterialentwicklung“ werde in diesem Sinne gearbeitet. „Das Zentrum passt geradezu bilderbuchmäßig in die Wissenschaftslandschaft Berlin-Brandenburg und belegt exemplarisch, dass wir mit unserer landespolitischen Prioritätensetzung auf dem richtigen Weg sind“, unterstrich Platzeck.

Er fügte hinzu: „Aus gutem Grund haben wir uns in Brandenburg entschlossen, unser Hauptaugenmerk auf die Themen Bildung und Wissenschaft, Wirtschaft und Technologietransfer zu richten. Hier wird über Brandenburgs Zukunft entschieden. Diese Prioritätensetzung prägt die Landespolitik bis hin zum Vorrang dieser Bereiche im Landeshaushalt.“ Wachstum sei nicht ohne Wissenschaft, Beschäftigung nicht ohne Bildung zu haben. In Ostdeutschland seien bisher forschungs- und entwicklungsintensive Branchen unterproportional vertreten. Aufgrund der geringen Größe der Unternehmen finde nur wenig betriebliche Forschung statt. „Brandenburg setzt daher verstärkt auf den Auf- und Ausbau regionaler Netzwerke und Forschungsverbünde in strategisch bedeutsamen Bereichen. Das dichte Netz renommierter und leistungsfähiger Forschungseinrichtungen in der Region ist dafür von besonderer Wichtigkeit“, so Platzeck.

Teltow-Seehof sei zu einem bedeutenden, auf die Materialwissenschaften ausgerichteten Forschungsstandort in Brandenburg geworden. „Die weitere Stärkung der hiesigen Forschung und des Standortes liegt auch dem Land Brandenburg am Herzen. Mit der Charité konnte ein starker Partner gewonnen werden, um die Produktentwicklungen für die Medizin voranzutreiben. Damit ist eine beispielhafte Vernetzung der materialwissenschaftlichen Forschung in Brandenburg und der klinisch-medizinischen Forschung in Berlin gelungen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in der Region“, betonte Platzeck.

Zuvor war Platzeck bei der Grundsteinlegung für den 2. Bauabschnitt des „potsdamer centrums für technologie“ gewesen. Die Einrichtung ist nach eigenen Angaben als Standort für junge Unternehmen insbesondere auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft orientiert.