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Perspektiven für Menschen und Impulse für die Region

veröffentlicht am 24.05.2006

Die Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft (Wequa) Lauchhammer hat sich nach Einschätzung der Landesregierung zu einem wichtigen Impulsgeber für die gesamte Region entwickelt. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Appel, überbrachte am Mittwoch Glückwünsche zum 15. Gründungstag. Die Wequa habe Tausenden Menschen aus Lauchhammer und Umgebung Zukunftsperspektiven aufgezeigt, junge Menschen qualifiziert und Älteren wieder eine Chance gegeben. Sie sei ein wichtiger Partner der Unternehmen, von Verwaltung und Politik. Appel: „Die Wequa hat die Region positiv verändert.“

Der Staatssekretär erinnerte daran, dass die Gesellschaft nach ihrer Gründung 1991 zunächst vor allem „Feuerwehrfunktionen“ übernehmen musste, da damals an diesem traditionsreichen Standort abrupt Tausende Arbeitsplätze in der Braunkohle, in der Hüttenindustrie und im Schwermaschinenbau wegbrachen. Die Wequa habe den schwierigen und verantwortungsvollen Job übernommen, den Menschen Angebote zu machen, aus denen heraus sie selbst Perspektiven entwickeln konnten.

Appel: „Sie hat nicht allein handfeste Bildungsarbeit geleistet, sondern gleichzeitig zum inneren Frieden einer ganzen Region beigetragen. Das ist nicht hoch genug einzuschätzen. Die Wequa war für lange Zeit in Lauchhammer der größte Arbeitgeber. Auf ihr Konto ging beispielsweise die Entwicklung der einstigen Industriebrache zum heutigen Gewerbegebiet Lauchhammer Ost. Hier wirkten das Know-how der Wequa und Millionen von Fördermitteln der Bundesagentur für Arbeit, des Landes sowie der Europäischen Union. 18 Unternehmen sind inzwischen angesiedelt, so auch die Wequa. Nahezu 850 Beschäftigte arbeiten hier.“ Appel würdigte vor allem die Projektarbeit mit Jugendlichen, Frauen und Älteren und die grenzüberschreitende Bildungsoffensive im Dreiländereck Deutschland, Polen, Tschechien.

Herausragendes Ziel der Wequa sei es, Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Diesem Ziel habe sich auch die Landesregierung verschrieben. Mit der neuen Förderstrategie unter dem Leitgedanken „Stärken stärken“ besinne sich Brandenburg auf die eigenen Kräfte. Inzwischen bessere sich die Stimmung in den Unternehmen. Brandenburg „sei ein Land in Bewegung nach vorn“. Die neue Strategie habe bei vielen Akteuren zu einem neuen Selbstverständnis beigetragen und Aktivierungseffekte ausgelöst. Appel verwies darauf, dass Brandenburg in den nächsten Jahren Hunderttausende qualifizierte Fachkräfte brauche. Das erfordere „Bildung von Anfang an“ ebenso wie lebenslanges Lernen, ohne das niemand künftig mehr werde bestehen können. „Die Wequa hat sich mit ihren Projekten gezielt auf diese Zukunft vorbereitet“, betonte Appel.