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Kompetenzzentrum für Zweiwellentriebwerke – Platzeck beim Start einer neuen Produktionslinie von Rolls-Royce

veröffentlicht am 10.05.2006

In der Entscheidung des britischen Konzerns Rolls-Royce, das brandenburgische Dahlewitz zu einem Kompetenzzentrum für Zweiwellen-Flugzeugtriebwerke auszubauen, sieht Ministerpräsident Matthias Platzeck einen Beleg für die exzellenten märkischen Standortbedingungen. Platzeck äußerte sich am Mittwoch anlässlich des Starts der neuen Produktionslinie des Triebwerks V2500 hocherfreut, dass bei Rolls-Royce in Dahlewitz das Programm- und Technologiemanagement konzentriert wird und auch die Endmontage stattfindet.

Platzeck lobte die Vorreiterrolle von Rolls-Royce bei der Netzwerkbildung zwischen Hochschulen, Forschung und Wirtschaft. Beispielsweise wurden universitärer Technologiezentren gegründet und auf stabile Füße gestellt. Platzeck wertet dies als ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung des Landesinnovationskonzepts. Darin setze Brandenburg auf besonders innovative Branchen und auf deren bessere Vernetzung. Die länderübergreifende Zusammenarbeit mit Berlin werde belebt. Derselben Philosophie folge die neue Förderpolitik: Wachstumsförderung statt Flächenförderung sei das Prinzip. Platzeck: „Unser Ziel ist, die Region zu einem Standort für starke Dienstleistungen und moderne Industrie zu entwickeln.“

Der Ministerpräsident dankte Rolls-Royce für das seit Jahren anhaltende Engagement im Land Brandenburg. Allein in Dahlewitz habe das Unternehmen rund 200 Millionen Euro investiert. Der Name Rolls-Royce habe dazu geführt, dass sich andere Firmen der Luft- und Raumfahrtbranche ebenfalls hier angesiedelt hätten. Und schließlich habe sich das Unternehmen für Fachkräfteausbildung und Nachwuchsförderung stark gemacht. Platzeck schloss: „Ich bitte Sie, lassen Sie nicht nach in diesen Bemühungen. Brandenburg braucht zukunftsfähige Arbeitsplätze, Brandenburg braucht junge Menschen, die gut ausgebildet sind und in ihrer Heimatregion eine Zukunft sehen. Gleichzeitig möchte ich dafür werben, die regionalen Liefer- und Zulieferketten weiter auszubauen und regionale Technologieunternehmen in die Netzwerke einzubinden.“

V2500 ist ein Triebwerk, das in mehreren Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen eingesetzt wird.