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Wir müssen uns als zupackendes Land verstehen – Platzeck bei 8. brandenburgischen Unternehmertagen

veröffentlicht am 28.04.2006

Bei dem eingeschlagenen Weg der Erneuerung aus eigener Kraft kommt es nach Überzeugung von Ministerpräsident Matthias Platzeck darauf an die richtigen Prioritäten zu setzen, sich auf die eigenen Kräfte zu besinnen, um Brandenburg gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern zu einem Land der Zukunft zu machen. Bei den 8. brandenburgischen Unternehmertagen im Resort Schwielowsee verwies Platzeck am Donnerstag darauf, dass einer Umfrage zufolge Brandenburger Unternehmer ihre aktuelle Lage ziemlich positiv beurteilen.

So rechnen mehr als doppelt so viele Unternehmer mit steigenden Umsätzen. Fast jedes zweite mittelständische Unternehmen wolle investieren. Gefördert werde insbesondere dort, wo Wachstum entstehe. Das verfassungsmäßige Recht auf Daseinvorsorge und Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse bleibe unangetastet. Auch künftig werde es mit der Basisförderung eine Wirtschaftsförderung für alle Branchen und Regionen geben.
Platzeck unterstrich, man habe begonnen das Bewusstsein zu schärfen für die Veränderungen, vor denen das Land und seine Menschen stehen. Er betonte zudem, dass der Umbau der Wirtschaftsförderung zeige, dass die neue Philosophie der Stärkung von Stärken habe bei vielen Akteuren in den Regionen Brandenburgs zu einem neuen Selbstverständnis beigetragen und Aktivierungseffekte bewirkt.

Platzeck warb bei den Unternehmern erneut für seine Idee eines landesweiten „Tages des offenen Unternehmens“. Dieser würde den Firmen eine gute Möglichkeit bieten, einen öffentlichkeitswirksamen Beitrag zur Gestaltung der Zukunft des Landes zu leisten und wäre ein Spiegelbild des modernen Brandenburg. Er wäre damit auch ein Beleg dafür, dass die Betriebe den Leitspruch der diesjährigen Unternehmertage „Erfolg stimuliert Erfolg“ beherzigen. Ein „Tag des offenen Unternehmens“ könnte dazu beitragen, die Betriebe in der Region bekannter zu machen, der Bevölkerung wirtschaftliche und technologische Zusammenhänge näher zu bringen und die Identifikation der Bürger mit den Unternehmen vor Ort zu stärken, so der Ministerpräsident. Nicht zuletzt erhofft sich Platzeck Impulse für die Nachwuchskräftegewinnung in den Unternehmen. Die positive Resonanz auf die schon jetzt von einzelnen Betrieben veranstalteten Tage der offenen Tür zeige das grundsätzlich große Interesse in der Bevölkerung.

Platzeck äußerte sich grundsätzlich optimistisch zu den Perspektiven der brandenburgischen Wirtschaft. Er stützte sich dabei auf eine Umfrage der Creditreform Wirtschaftsforschung von Mitte April. Fast ein Viertel der Firmen erteilten demnach der aktuellen Geschäftlage die Noten „Sehr gut“ und „Gut“. Das seien immerhin 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch besser sehe der Blick in die Zukunft aus: Mit 35,6 Prozent rechneten mehr als doppelt so viele Unternehmer mit steigenden Umsätzen. Fast jedes zweite mittelständische Unternehmen wolle investieren, im Frühjahr 2005 waren es lediglich ein Viertel. Diese optimistischen Zahlen würden auch durch die jüngsten Arbeitsmarktzahlen im April bestätigt, so Platzeck.