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Wichtige Unterstützung für grenzüberschreitende Zusammenarbeit - 5,2 Mio. Euro EU-Mittel für Projekte Brandenburg und Lubuskie gebilligt

veröffentlicht am 02.04.2006

Für wichtige Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Brandenburg und Polen gibt es jetzt finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 5,2 Millionen Euro. Das Geld stammt aus der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A; die Vorhaben wurden vom zuständigen Lenkungsausschuss bewilligt.


Für die Wiedereinrichtung der bis zum Jahre 1945 betriebenen Oderfähre zwischen Güstebieser Loose und Gozdowice erhält die Gemeinde Neulewin einen Zuschuss von etwa 75.000 Euro. Das Geld fließt in eine Zubringerstraße und die Errichtung des Fähranlegers auf deutscher Seite. Die Fähre ist für den Personen- und Warenverkehr bis 3,5 t vorgesehen und soll jährlich zwischen April bis Oktober in Betrieb sein. Dem Vorhaben kommt eine besondere Bedeutung zu, da sich die nächsten Grenzübergänge in Richtung Norden erst in 35 km Entfernung (Hohenwutzen) bzw. in Richtung Süden in ca. 70 km (Frankfurt (Oder) befinden. Die Gemeinde Gozdowice wird die Infrastruktur zur Passkontrolle auf der polnischen Seite, die Anschaffung einer Motorfähre sowie den Betrieb dieser Fähre sicherstellen. Dazu sind ebenfalls Fördermittel aus INTERREG III A vorgesehen.

Nähere Informationen: Regionale Kontaktstelle, Herr Ehling, 033452-495007


In den Landkreis Oder-Spree fließen rund 1,2 Mio. € für den Ausbau der Kreisstraße K 6702 von Steinsdorf nach Coschen einschließlich eines Radweges. Das Projekt ist als Anbindung an die künftige neue deutsch-polnische Straßenverbindung zwischen Coschen und Żytowań gedacht. Als erster Teilabschnitt des geplanten Gesamtvorhabens der Anbindung der B 112 an die geplante Brücke Coschen – Żytowań wurde bereits der Ausbau der Kreisstraße K 6701 von Wellmitz nach Breslack durch den Lenkungsausschuss befürwortet. Über den Bau der neuen Grenzbrücke hatten sich die deutsche und polnische Seite bereits verständigt. Die entsprechende Straßenanbindung auf polnischer Seite ist gesichert.

Nähere Informationen: Landkreis Oder-Spree, Herr Müller, Tel. 03366/ 351660


Die IHK-Projektgesellschaft mbH erhält für die Entwicklung einer Tourismusstrategie für die Euroregion Pro Europa Viadrina etwa 44.000 Euro. Ziel des Projektes ist es, eine gemeinsame Handlungs- und Entwicklungsstrategie des Tourismus für die Euroregion Pro Europa Viadrina mit grenzübergreifenden Schwerpunktthemen zu erarbeiten, um so die Potenziale der Region besser nutzen zu können. Dabei sollen Parallelprojekte im Tourismusbereich besser aufeinander abgestimmt werden. Das Projekt wurde von deutscher und polnischer Seite gemeinsam konzipiert und soll gemeinsam durchgeführt werden. Die Tourismusstrategie soll auf der Homepage des Projektträgers und der Landkreise auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Nähere Informationen: IHK-Projektgesellschaft mbH, Frau D. Monika Glapski, Tel. 0336/ 5621239


Die Stiftung Stift Neuzelle erhält als Träger des Projekts Europäisches Gymnasium im Stift Neuzelle eine Förderung in Höhe von 3,3 Mio. Euro für den Betrieb eines europäisch orientierten Gymnasiums mit deutsch-polnischem Schwerpunkt für begabte und hochbegabte Schüler aus Brandenburg, den polnischen Nachbarregionen und anderen europäischen Ländern. Im Rahmen dieses Projekts sollen Schul- und Internatsgebäude umgebaut und saniert werden, weil sie den geltenden Sicherheitsstandards nicht mehr entsprechen. Der Schulträger Dr. P. Rahn & Partner wird die sanierten Gebäude und Freiflächen auf der Basis eines Mietvertrages mit der Stiftung Stift Neuzelle nach Fertigstellung übernehmen und für Schul- und Internatszwecke nutzen. Mit dem Schuljahr 2003/2004 wurde der Schulbetrieb im bestehenden deutsch-polnische Gymnasium im Stift Neuzelle mit zwei 7. Klassen aufgenommen. Seit dem Schuljahr 2004/2005 konnten 17 Internatsplätze für polnische Schüler(innen) eingerichtet werden.

Nähere Informationen: Stiftung Stift Neuzelle, Frau Zimdars-Weigelt, Tel. 033652/ 81415


Für die Wiederherstellung des Schlossparks in Żary erhält die polnische Gemeinde zirka 513.000 Euro. Der Park, der sich in unmittelbarer Nähe der Altstadt befindet, ist Teil der in den Jahren 1704-1726 gebauten historischen Schloss- und Parkanlage. Gegenstand des Projekts sind unter anderem die Wiederherstellung der historischen Form des Parks sowie der Wiederaufbau des Springbrunnens und des Musikpavillons.

Das Projekt ist Bestandteil des grenzübergreifenden Programms „Fürst-Pückler-Region“, mit dem das Tourismusangebot bereichert werden soll.

Nähere Informationen: Stadt Weißwasser, Herr Andreas Plachecki 3576/ 265104


Weitere Informationen zum INTERREG- Programm finden Sie  unter www.interreg.brandenburg.de.